Coronamassnahmen
10'000 Gesuche aus Kulturbranche gutgeheissen

Kulturunternehmen und -schaffende haben im vergangenen Jahr unter anderem 208 Millionen Franken als Ausfallentschädigung erhalten. Die Unterstützung wird im laufenden Jahr weitergeführt.

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Die Kultur leidet stark unter Corona. Der Bundesrat hat deshalb im März 2020 ein finanzielles Massnahmenpaket beschlossen. (Symbolbild)

Die Kultur leidet stark unter Corona. Der Bundesrat hat deshalb im März 2020 ein finanzielles Massnahmenpaket beschlossen. (Symbolbild)

Bild: Keystone

(abi) Der Nationale Kulturdialog traf sich am Donnerstag zu seiner Sitzung. Dabei diskutierten die Vertreter über die Auswirkungen der Coronapandemie auf den Kultursektor sowie über die gemeinsam erarbeiteten Unterstützungsmassnahmen. Das teilte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mit.

Per 8. Februar gingen insgesamt knapp 15'000 Gesuche für A-fonds-perdu-Beiträge in der Höhe von total 555 Millionen Franken ein. 10'000 Gesuche wurden gutgeheissen und rund 233 Millionen Franken Finanzhilfen bewilligt. Das Geld floss entweder als Soforthilfe für Kulturunternehmen oder -schaffende, als Ausfallentschädigungen oder als Unterstützung für Kulturvereine.

5800 Gesuche für Ausfallentschädigungen gutgeheissen

Über 7700 Gesuche betrafen alleine die Ausfallentschädigungen, wovon die kantonalen Kulturämter – sie sind für die Ausfallentschädigungen zuständig – schweizweit 5800 Gesuche nach einheitlichen Kriterien bewilligt haben. Damit erhielten nach Angaben des eidgenössischen Innendepartements Kulturunternehmen- und schaffende über 208 Millionen Franken zur Eindämmung der Schäden der Coronapandemie. Die Finanzierung erfolgte je zur Hälfte durch die Kantone und den Bund.

Die Teilnehmenden diskutierten gemäss Mitteilung unter anderem auch über die aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Kulturpolitik sowie über die Perspektiven der kommenden Monate. Dabei legten sie ein besonderes Augenmerk auf die Wiederaufnahme der kulturellen Aktivitäten. Der Kultursektor wird auch im laufenden Jahr unterstützt: Insgesamt stehen aktuell Bundesmittel in der Höhe von 130 Millionen Franken zur Verfügung, wie es weiter heisst.