Coronakrise
Öffentlicher Verkehr verzichtet trotz Einbussen auf Preiserhöhung

Obwohl der öV-Branche wegen der Pandemie gegen zwei Milliarden Franken entgangen sind, werden Bahn, Bus und Tram nicht teurer. So sollen Kunden wieder für den öffentlichen Verkehr gewonnen werden.

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Trotz Rekordverlusten: Die Abonnemente auf dem SwissPass werden vorderhand nicht teurer. (Symbolbild)

Trotz Rekordverlusten: Die Abonnemente auf dem SwissPass werden vorderhand nicht teurer. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Zum fünften Jahr in Folge verzichten die in der Alliance SwissPass zusammengeschlossenen 250 Transportunternehmen und 18 Tarifverbunde auf eine Erhöhung des generellen Preisniveaus. Dies teilte die Alliance SwissPass am Dienstag mit. «Es wäre ein falsches Zeichen, in dieser Krise die Kundschaft zur Kasse zu bitten», erklärt Postauto-CEO Christian Plüss in der Mitteilung. Die Unternehmen leisteten so einen Beitrag zur Bewältigung der Folgen der Pandemie und der klimafreundlichen Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene, heisst es in der Mitteilung.

Vereinzelt werden Passagiere sogar von günstigeren Angeboten profitieren können: So fahren Kinder bis sechs Jahre ab dem Fahrplanwechsel im Dezember grundsätzlich immer gratis, unabhängig davon, ob sie alleine oder in Begleitung unterwegs sind. Ausserdem soll es neuerdings auch für einen Wechsel in die erste Klasse verbindungsabhängige Sparangebote geben.

Die öV-Branche hat durch die Pandemie laut Mitteilung gegen zwei Milliarden Franken an Einnahmen verloren. Seit Beginn der Pandemie betrügen die Verluste pro Monat um die 140 Millionen Franken. Dazu seien Abonnenten mit 100 Millionen Franken entschädigt und Reserven aufgelöst worden. Im Gegenzug hat die Branche durch die öffentliche Hand 900 Millionen Franken Unterstützungsgelder erhalten.