Coronaimpfung
Swissmedic untersucht 862 Meldungen zu Nebenwirkungen

Swissmedic hat 862 Verdachtsmeldungen wegen unerwünschten Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffen untersucht. Trotz schwerwiegender Fälle fand sie keine Hinweise auf Sicherheitsprobleme.

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Swissmedic untersuchte 862 Verdachtsmeldungen von Nebenwirkungen der Coronaimpfstoffen. Sicherheitsprobleme fand sie dabei keine.

Swissmedic untersuchte 862 Verdachtsmeldungen von Nebenwirkungen der Coronaimpfstoffen. Sicherheitsprobleme fand sie dabei keine.

Keystone

(abi) Swissmedic hat inzwischen 862 Verdachtsmeldungen von Nebenwirkungen der Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna untersucht. Die Meldungen würden das aus den Zulassungsstudien bekannte und in den Informationen aufgeführte Nebenwirkungsprofil bestätigten, teilte die Arzneimittelbehörde am Freitag mit. Hinweise auf Sicherheitsprobleme geben sie keine.

263 Meldungen oder 30,5 Prozent wurden als schwerwiegend eingestuft: Entweder mussten sich die Personen im Krankenhaus behandeln lassen oder die Reaktionen waren aus anderen Gründen medizinisch bedeutsam. Die am häufigsten genannten Reaktionen bei diesen Fällen waren Fieber oder Luftnot. In den meisten Fällen seien die Betroffenen aber nicht gefährdet gewesen, betont Swissmedic.

37 Personen gestorben – kein Zusammenhang mit Impfung

Dennoch sind in 37 der schwerwiegenden Fälle die Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Allerdings haben gemäss Swissmedic unabhängig von den Impfungen auftretende Erkrankungen wie Infektionen oder kardiovaskuläre Ereignisse zum Tod geführt. Die Verstorbenen waren durchschnittlich 84 Jahre alt und litten unter mehrheitlich schweren Vorerkrankungen. In keinem der Fälle gebe es konkrete Hinweise, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war, betont Swissmedic.

Von den insgesamt 862 Meldungen waren mit 67,9 Prozent mehrheitlich Frauen betroffen. 28,2 Prozent betrafen Männer und bei 3,9 Prozent wurde das Geschlecht nicht angegeben. Die Betroffenen waren durchschnittlich 64,4 Jahre alt. In den schwerwiegenden Fällen lag das Durchschnittsalter bei 70,6 Jahren.