Corona-Virus: Glückskette startet Spendenaktion

Ab heute Montag sammelt die Glückskette Spenden für die Sofort- und Sozialhilfe in der Schweiz. Spenden sind online oder per E-Banking auf das Postkonto der Glückskette möglich

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HO

(dpo) Das Corona-Virus und die von Bund und Kantonen eingeleiteten Schutzmassnahmen haben weitreichende Folgen. Viele Menschen werden in eine Notlage geraten oder sind bereits davon betroffen. Deshalb ruft die Glückskette mit Unterstützung der SRG zum Spenden auf.

Wie die Spendensammelorganisation am Montag mitteilt, werden die Gelder für Sofort- und Sozialhilfe in der Schweiz eingesetzt. «Der Bund hat ein gutes Paket für die Wirtschaft geschnürt. Aber es gibt viele Leute die nicht von der Hilfe profitieren. Dort, wo die Hilfe des Bundes aufhört, fängt unsere Hilfe an», erklärte Roland Thomann, Direktor der Glückskette, in einem Radiointerview auf SRF.

Hier können Sie der Glückskette spenden

Spenden sind ab sofort möglich: online unter www.glueckskette.ch oder per E-Banking auf Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Coronavirus». Die Glückskette unterstreicht, dass für die Spendenaktion eine Expertenkommission anhand sehr präziser Richtlinien entscheide, welche Projekte und Aktionen unterstützt werden. Anders als bei regulären Sammlungen könnten aus logistischen Gründen infolge der Coronavirus-Pandemie keine nationalen Telefonzentralen für Spendenversprechen organisiert werden.

Die Soforthilfe komme zum Beispiel für ältere oder behinderte Menschen zum Einsatz, für Menschen, die in Isolation leben und auf Hilfe angewiesen sind oder Personen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind. Gemäss Thomann soll auch Unterstützung für Obdachlose und Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben (etwa Migranten, Pflegekinder, Kranke) und Einzelpersonen und Familien, die von den Auswirkungen der Pandemie in der Schweiz sehr stark betroffen sind, geleistet werden.

Zusammenarbeit mit vielen Organisationen

Die Glückskette steht mit mehreren Organisationen für die Umsetzung der Soforthilfe in Kontakt, insbesondere mit Caritas Schweiz, dem Schweizerischen Roten Kreuz, den Regionalvereinen des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH und den kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen.

Die Glückskette teilt mit, dass Hilfsgesuche direkt an diese Organisationen gerichtet werden sollen. Sie seien besser für solche Anfragen gerüstet und könnten unverzüglich Hilfe leisten. Die Glückskette prüft auch die Möglichkeit, Organisationen im Bereich der Lebensmittelhilfe zu unterstützen. In einer zweiten Phase ist geplant, mit weiteren Hilfsorganisationen in der Schweiz zusammenzuarbeiten.