Gegen Hunger und Armut: Caritas erwartet vom Bund ein Hilfspaket von einer Milliarde Franken

Corona hat die Situation in den Entwicklungsländern dramatisch verschärft, Millionen Menschen sind gemäss der Caritas von Hunger bedroht. Diese fordert vom Bund nun ein humanitäres Hilfspaket in der Höhe von einer Milliarde Franken.

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Freiwillige bereiten Essen für unterernährte Kinder in Sudan vor. Laut Caritas wird die Zahl der Hungerleidenden künftig steigen. (Symbolbild)

Freiwillige bereiten Essen für unterernährte Kinder in Sudan vor. Laut Caritas wird die Zahl der Hungerleidenden künftig steigen. (Symbolbild)

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(wap/dpo) Das Ziel der Weltgemeinschaft, den Hunger bis 2030 zu besiegen, sei in weite Ferne gerückt. «Die Zahl der von Hunger betroffenen Menschen steigt an und die Corona-Krise stürzt Millionen von Menschen zusätzlich in Hunger und Armut», wie Caritas ihren Direktor Hugo Fasel in einer Medienmitteilung vom Montag zitiert. Die Hilfsorganisation stützt sich dabei auf auf Zahlen von UNO-Organisationen, die mit einer Zunahme von Hunger und Armut bei 83 bis 132 Millionen Menschen rechnen.

Nun muss auch die Schweiz handeln, fordert Caritas. Das Hilfswerk stellte am Montag ein Massnahmenpaket vor. So soll die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) eine eigene «Hungerstrategie» für Afrika definieren. Das Deza soll dazu Vorschläge erarbeiten, wie die Schweiz zur Lösung der Unterernährung in der Subsahara-Region beitragen wolle und welche Landwirtschaftspolitik sie gegenüber den dortigen Ländern verfolgen werde.

Weiter müssen laut Caritas die im Juni im Zusammenhang mit der Pandemie beschlossenen Unterstützungsmassnahmen von 100 Millionen Franken aufgestockt werden. Zudem erwartet die Hilfsorganisation vom Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), dass es dem Parlament ein humanitäres Hilfspaket in der Höhe von einer Milliarde Franken vorlegt.