Bundesrat lanciert Pilotphase für
Proximity-Tracing-App

Die Tracing-App des Bundes zur Rückverfolgung der Corona-Infektionen geht nun offiziell in die Pilotphase und wird unter anderem durch Armeeangehörige und Spitalmitarbeiter getestet.

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Die Corona-App wird unter anderem von Spital-Mitarbeitenden und Armeeangehörigen getestet.

Die Corona-App wird unter anderem von Spital-Mitarbeitenden und Armeeangehörigen getestet.

Keystone

(agl) Der Bundesrat hat am Mittwoch eine entsprechende Verordnung verabschiedet, wie es in einer Medienmitteilung des eidgenössischen Departements des Innern (EDI) heisst. Die Pilotphase ist bis am 20. Juni befristet, am 20. Mai will der Bundesrat die gesetzliche Grundlage für den ordentlichen Betrieb der App zuhanden des Parlaments verabschieden.

Eigentlich hätte die finale Version der App bereits Ende Mai der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Das Parlament stoppte jedoch den Bundesrat, der die App gemäss Epidemie-Gesetz einführen wollte. Nationalrat und Ständerat verlangten, dass der Bundesrat ein dringliches Bundesgesetz ausarbeitet, um die App in der Schweiz einführen zu können.

Weiter entschied der Bundesrat am Mittwoch, die Unterstützung des Kultursektors um vier Monate bis am 20 September zu verlängern, allerdings bleibt es vorerst beim Gesamtbetrag von 280 Millionen Franken. Neu würden aber Mittel, die bisher für die Finanzierung der zinslosen Darlehen für Kulturunternehmen verwendet wurden, teilweise den Ausfallentschädigungen zugewiesen. Bisher seien Gesuche um Unterstützung in der Höhe von 234 Millionen Franken eingegangen.