Bundesrat Ignazio Cassis wirbt in 1. August-Rede für ein Nein zur Begrenzungsinitiative

Bereits am Freitagnachmittag hat Bundesrat Ignazio Cassis in Tenero den Reigen der 1. August-Reden eröffnet. In seiner Ansprache wandte er sich gegen die Begrenzungsinitiative der SVP.

Drucken
Teilen
Ungewöhnlich: Bundesrat Cassis warb in seiner Rede zum Nationalfeiertag für ein Nein zur Begrenzungsinitiative der SVP.

Ungewöhnlich: Bundesrat Cassis warb in seiner Rede zum Nationalfeiertag für ein Nein zur Begrenzungsinitiative der SVP.

Keystone

(wap) «Wir tun gut daran, unsere Beziehungen in guten Zeiten zu pflegen und keinen abenteuerlichen Weg zu gehen; vor allem nicht in diesen unsicheren Zeiten», sagte Cassis in seiner 1. August-Rede vor Teilnehmern eines Trainingslagers im nationalen Sportzentrum in Tenero.

Und der Magistrat nutzte die Gelegenheit, um Abstimmungskampf zu machen: «Die Abstimmung über die sogenannten Begrenzungsinitiative vom 27. September ist wichtig, wenn wir diesen bewährten Weg auch in Zukunft gehen wollen können.»

Die Coronakrise habe gezeigt, wie wichtig gute Kontakte zu den Nachbarstaaten seien. Trotz geschlossener Grenzen habe es während der Krise einen besonders intensiven Austausch per Telefon und Videokonferenzen gegeben.

Das Sportlager in Tenero, wo Cassis seine Rede hielt, stehe symbolisch für die bewährte Strategie der Schweiz: «Wir halten uns physisch und psychisch fit, wir formen Beziehungen und wir pflegen den Austausch – um so gemeinsam bereit zu sein für die Herausforderungen der Zukunft.»

Cassis hielt seine Rede vor über 400 Jugendlichen, die derzeit im nationalen Sportzentrum Tenero ein Trainingslager absolvieren. Sein Auftritt erfolgte im Rahmen eines Überraschungsbesuchs. Dass Bundesräte in 1. August-Reden Abstimmungskampf betreiben, ist unüblich.