Bundesanwaltschaft stellte im vergangenen Jahr 228 Strafbefehle aus

Wie aus ihrem Tätigkeitsbericht 2019 hervorgeht, gewinnt die Zusammenarbeit der Bundesanwaltschaft (BA) mit nationalen und internationalen Partnern zunehmend an Bedeutung. Im Berichtsjahr waren 317 Rechtshilfeverfahren hängig.

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Die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen Fussball-Funktionäre gehört zu den bekanntesten Fällen. (Symbolbild)

Die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen Fussball-Funktionäre gehört zu den bekanntesten Fällen. (Symbolbild)

Keystone

(sku) Bei der Bundesanwaltschaft waren per Ende 2019 insgesamt mehr als 700 Strafuntersuchungen und Rechtshilfeverfahren hängig, wie dem am Donnerstag publizierten Tätigkeitsbericht zu entnehmen ist. Die umfangreichsten, aufwendigsten und öffentlichkeitswirksamsten Fallkomplexe waren erneut die Untersuchungen im Zusammenhang mit Petrobras-Odebrecht, 1MDB und Fussball. 

Die Bearbeitung von internationalen Rechtshilfeersuchen nimmt laut der Bundesanwaltschaft kontinuierlich zu: Per Ende 2019 waren insgesamt 317 Rechtshilfeverfahren hängig. Im Berichtsjahr stellte die Behörde zudem 228 Strafbefehle aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 waren es 170 Strafbefehle. Des weiteren wurden 2019 von der Bundesanwaltschaft und dem Bundesstrafgericht Vermögenseinziehungen in der Gesamthöhe von 324 Millionen Franken verfügt, etwa halb so viel wie im Vorjahr.