Bündner Staatsanwalt stellt Strafverfahren zum Verkauf der Therme Vals ein

Der Verkauf der Therme im Bündner Dorf Vals an den Immobilienunternehmer Remo Stoffel verlief rechtens. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft Graubünden.

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Die Therme Vals wurde 2011 an Remo Stoffel verkauft. Seither gab es mehrere rechtliche Verfahren.

Die Therme Vals wurde 2011 an Remo Stoffel verkauft. Seither gab es mehrere rechtliche Verfahren.

Keystone

(gb.) Die Kantonsregierung hatte 2017 Anzeige erstattet, unter anderem wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgungen. Das Strafverfahren wurde bereits am 5. Mai eingestellt, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Ein Gutachten einer Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft habe ergeben, dass der angebotene Kaufpreis angemessen war und keine Vermögensschädigung der Gemeinde Vals vorliegt. Die Vorwürfe an zwei damalige Verwaltungsräte und den Immobilienunternehmer Remo Stoffel wurden fallen gelassen.

Die Bündner Regierung hatte dem ehemaligen Präsidenten und dem Vizepräsidenten des Verwaltungsrats der Therme vorgeworfen, die Therme zu einem zu tiefen Preis an Stoffels Firma «STOFFELpart» verkauft zu haben und damit das Vermögen der Gemeinde geschädigt zu haben. Zugleich warf sie den beiden Verwaltungsräten vor, sich persönlich am Geschäft bereichert zu haben, indem sie sich vom Käufer Remo Stoffel zusichern liessen, ihre Mandate weiterhin ausüben zu können.

Die Anzeige der Bündner Regierung ist nicht das erste rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit der Therme Vals. Im Jahr 2011 hatte die Gemeinde Vals per Abstimmung entschieden, die denkmalgeschützte Therme an Stoffels Firma zu verkaufen. Seither wurden verschiedentlich Zweifel geäussert, ob dabei rechtliche Grundsätze missachtet wurden.