Berner Ärztin stellt angeblich Maskendispens für 20 Franken aus – Kanton überprüft den Fall

Eine Psychiaterin stellt angeblich für 20 Franken eine Maskendispens aus, ohne vorher eine Konsultation durchzuführen. Der Kanton Bern geht nun dem Fall nach.

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Laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» stellt eine Berner Ärztin eine Maskendispens ohne vorherige Konsultation aus. (Symbolbild)

Laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» stellt eine Berner Ärztin eine Maskendispens ohne vorherige Konsultation aus. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Corona-Skeptiker stören sich an der Maskenpflicht, die im öffentlichen Verkehr schweizweit gilt, und in den Läden einiger Kantone. Sie versuchen, die Pflicht zu umgehen und erhalten angeblich Unterstützung von unerwarteter Seite. So soll etwa eine nicht namentlich genannte Berner Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie eine Maskendispens ohne Konsultation ausstellen, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Die Ärztin habe auf eine Anfrage der Zeitung nach einer Maskendispens via Mail geantwortet und sich bereit erklärt, ein Attest auszustellen. Als Gegenleistung verlange sie 20 Franken.

Laut dem Zeitungsbericht ist die Ärztin Teil eines Netzwerks von Corona-Skeptikern und unter anderem auf der Plattform «Ärzte für Aufklärung» aufgeführt. Auf der Website ist unter anderem ein Video des Impfgegners Robert F. Kennedy jr. zu sehen, wie er eine Ansprache an der Grossdemonstration von Corona-Skeptikern in Berlin hält.

Nun schaltet sich der Kanton Bern ein. Felix Schneuwly, Gesundheitsexperte beim Vergleichsdienst Comparis, sprach am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter die Berner Behörden direkt auf den Bericht der «SonntagsZeitung» an. Der Kommunikationsdienst des Kantons Bern antwortete auf Schneuwlys Post via Twitter, dass es sich um eine Verletzung der ärztlichen Berufspflicht handeln könnte. Der Kanton gehe dem Fall nach und werde dabei die «rechtlichen und disziplinarischen Massnahmen ausschöpfen.»