Belgischer Aussenminister verteidigt Entscheid, drei Kantone auf rote Liste zu setzen

Der belgische Aussenminister hat am Dienstag den Entscheid seines Landes verteidigt, wonach die Kantone Wallis, Waadt und Genf auf eine Reiseverbots-Liste gesetzt wurden. Grund seien auch die geöffneten Clubs und Diskotheken.

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Club sind in der Schweiz trotz Coronavirus geöffnet. Für den belgischen Aussenminister mit ein Grund, Reisen in drei Kantone zu verbieten.

Club sind in der Schweiz trotz Coronavirus geöffnet. Für den belgischen Aussenminister mit ein Grund, Reisen in drei Kantone zu verbieten.

Keystone

(rhe) Nach seinem Telefongespräch mit Ignazio Cassis am Montag hat der belgische Aussenminister Philippe Goffin die Entscheidung verteidigt, die drei Kantone Genf, Wallis und Waadt auf die rote Liste der Reiseverbote zu setzen. Der Entschluss stütze sich auf die Einschätzung belgischen Corona-Expertengruppe, die nicht nur die Infektionszahlen, sondern auch allgemeine Hygienemassnahmen berücksichtige, sagte Goffin in einem Interview mit dem belgischen Radio «RTBF» am Dienstagmorgen.

Er verwies unter anderem darauf, dass in der Schweiz Clubs und Diskotheken geöffnet seien. Die Entscheidung zur Situation in Genf habe Cassis auch gar nicht angezweifelt. Was das Wallis und die Waadt angeht, stellte Goffin aber eine Neubeurteilung in Aussicht. Die Kantone hätten via die Schweizer Botschaft in Brüssel zusätzliche Informationen geliefert, welche die Expertengruppe analysieren werde. «Nachher machen die Experten, was sie wollen», so Goffin.