Aussenwirtschaft
Offene Märkte, internationale Integration: Bundesrat setzt auf bewährten Weg

Dank einer Politik der internationalen Offenheit konnte die Schweiz stark von der Globalisierung profitieren. Nach Ansicht des Bundesrates soll der eingeschlagene Weg fortgeführt werden. In Krisensituationen soll die Schweiz aber besser gewappnet sein.

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Wirtschaftsminister Guy Parmelin stellte am Mittwoch die neue Strategie zur Aussenwirtschaftspolitik vor.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin stellte am Mittwoch die neue Strategie zur Aussenwirtschaftspolitik vor.

Keystone

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder weltweit. In den letzten Jahrzehnten konnte sie besonders stark von der Globalisierung profitieren. Für eine Volkswirtschaft mit wenig natürlichen Ressourcen und einem begrenzten Binnenmarkt ist die Aussenwirtschaft von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat am Mittwoch die neue Strategie zur Aussenwirtschaftspolitik festgelegt. Diese ersetzt jene von 2004.

Die Welt habe sich seither massiv verändert, betonte Bundespräsident Guy Parmelin vor den Medien in Bern. Als Beispiele nannte er die Digitalisierung, die Nachhaltigkeit wie auch neue geopolitische Herausforderungen wie die Spannungen zwischen den Grossmächten USA und China.

Gleich bleibt das übergeordnete Ziel: Mit seiner Aussenwirtschaftspolitik will der Bund den Wohlstand der Bevölkerung in der Schweiz erhalten und steigern. Um dies zu erreichen, führt der Bundesrat den bisherigen Kurs fort. Die vorliegende Strategie sehe keine grundlegende Neuausrichtung der Aussenwirtschaftspolitik vor, betont der Bundesrat.

Besser gerüstet für Krisensituationen

Die Schweiz setzt weiterhin auf die erfolgreiche Integration in die Weltwirtschaft. Die Politik der internationalen Öffnung habe dem Land Wohlstand gebracht, betonte Wirtschaftsminister Parmelin. Allerdings sei mit der Coronapandemie die Reaktion auf Krisensituationen in den Vordergrund gerückt.

Der Bundesrat möchte, dass die Schweiz während Krisen widerstandsfähiger wird, in dem sie den Zugang zu geografisch diversifizierten und resilienten Märkten sucht. Auch müssten in künftigen Wirtschaftsbeziehungen Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden. (rwa)