Ausnahmebewilligung soll fallen: Kommission will einfacheren Zugang zu Cannabis-Medis

Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat mit 22 zu 3 Stimmen entschieden, dass Patientinnen und Patienten schneller und einfacher Zugang zu Behandlungen mit Cannabismedikamenten erhalten sollen.

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Medis aus Cannabis sollen künftig direkt von Ärzten verschrieben werden können. Dies will die Gesundheitskommission des Nationalrates. (Symbolbild)

Medis aus Cannabis sollen künftig direkt von Ärzten verschrieben werden können. Dies will die Gesundheitskommission des Nationalrates. (Symbolbild)

Keystone

(sre/sat) Heute braucht es für die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken eine Ausnahmebewilligung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Kommission und Bundesrat erachten dieses System laut Mitteilung der Parlamentsdienste vom Freitag aber nicht mehr als adäquat. So könne es für chronisch Kranke zu langen Wartezeiten kommen. Dies soll sich durch eine neue Regelung ändern.

Die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes sieht vor, dass Ärzte Cannabisarzneimittel künftig direkt verschreiben können. Sie sollen Behandlungen aber melden und relevante Daten an das BAG übermitteln, um die Wirkungen der Gesetzesänderung zu untersuchen. Gleichzeitig soll mit der Vorlage der Anbau, die Herstellung, Verarbeitung und der Handel von medizinisch genutztem Cannabis möglich werden.