Ausländische Bussen können im Ausnahmefall bald von den Steuern abgezogen werden

Ab dem Jahr 2022 können finanzielle Sanktionen aus dem Ausland im Ausnahmefall von den Steuern abgezogen werden. Das hat der Bundesrat am Mittwoch festgelegt.

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Der Bundesrat setzt per 2022 ein neues Gesetz über die steuerliche Behandlung finanzieller Sanktionen in Kraft.

Der Bundesrat setzt per 2022 ein neues Gesetz über die steuerliche Behandlung finanzieller Sanktionen in Kraft.

Keystone

(agl) Der Bundesrat hat am Mittwoch das Bundesgesetz «über die steuerliche Behandlung finanzieller Sanktionen» per 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt, wie es in einer Mitteilung des Finanzdepartements heisst. Das Gesetz sieht vor, dass ausländische Bussen dann von den Steuern abgezogen werden können, wenn sie gegen den schweizerischen Ordre public verstossen oder wenn ein Unternehmen glaubhaft darlegen kann, dass es alles unternommen hat, um sich rechtskonform zu verhalten.

Weiterhin nicht von den Steuern abziehen kann man Bussen, Geldstrafen und Verwaltungssanktionen aus der Schweiz, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Ebenfalls nicht abzugsfähig seien neu Bestechungsgelder an Private sowie «Aufwendungen, die eine Straftat ermöglichen oder als Gegenleistung hierfür bezahlt werden». Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes erfülle die Schweiz eine Empfehlung der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Korruption der OECD, schreibt das Finanzdepartement. Das Parlament hat dem Gesetz in der Sommersession zugestimmt.