Ausländerinnen erleiden mehr Totgeburten und verlieren ihr Kind häufiger

Auf 1000 Lebendgeburten kamen in der Schweiz 2019 vier Totgeburten. Je nach Nationalität zeigt die Statistik der Kindersterblichkeit aber Unterschiede: Bei ausländischen Müttern liegt Rate bei 4,9 Promille, bei Schweizerinnen bei 3,6 Promille.

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Obwohl die Kindersterblichkeit in den letzten Jahren stark gesunken ist, kommen 4,9 Promille der ausländischen Kinder in der Schweiz tot zur Welt.

Obwohl die Kindersterblichkeit in den letzten Jahren stark gesunken ist, kommen 4,9 Promille der ausländischen Kinder in der Schweiz tot zur Welt.

Keystone

(wap) Denselben Unterschied zeigen die vom Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag veröffentlichten Daten bei der sogenannten perinatalen Sterblichkeit. Diese nimmt zur Kindersterblichkeit die Todesfälle innerhalb der ersten sieben Tage hinzu. Auch hier hängt die Sterblichkeit laut BFS mit dem Pass zusammen: Bei ausländischen Frauen liegt die Rate bei 7,6 Promille, bei Schweizerinnen bei 5,8 Promille.

Keine Unterschiede gibt es dagegen bei der Sterblichkeit aller Kinder unter fünf Jahren. Hier ist die Rate bei Kindern mit und ohne Schweizer Pass gleich hoch. Konkret beträgt sie laut BFS bei beiden Bevölkerungsgruppen 3,8 Promille. Allerdings sind männliche Kleinkinder unter fünf Jahren gefährdeter als weibliche: Die Sterblichkeit bei Buben liegt bei vier Promille, jene der Mädchen bei 3,6 Promille.

Insgesamt hat die Kindersterblichkeit in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Vor zwanzig Jahren lag die Sterblichkeit bei den unter fünfjährigen Kindern laut BFS noch bei 5,8 Promille, vor 40 Jahren bei 10,8 Promille und vor 50 Jahren bei 19 Promille.