Armee
Nach langer Warterei: Das Dienstbüchlein wird digital

Das Dienstbüchlein hat es doch noch ins digitale Zeitalter geschafft – mehr als ein Jahrzehnt später als gedacht. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Grundlage für ein elektronisches Dienstbüchlein geschaffen.

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Das blaue Dienstbüchlein ist längst ein Symbol der Identität. (Archivbild)

Das blaue Dienstbüchlein ist längst ein Symbol der Identität. (Archivbild)

Keystone

Es war das Jahr, in dem Apple das Telefon neu erfand, als auch die Schweizer Armee beschloss, digitaler zu werden. Im Januar 2007 stellte der Technologiekonzern sein erstes iPhone vor. Im Mai desselben Jahres teilte das Verteidigungsdepartement mit: «Die Armee prüft die Einführung eines elektronischen Dienstbüchleins.» Der Satz versprach einen Aufbruch. Doch es sollte noch ein Jahrzehnt und ein Dutzend iPhone-Generationen dauern, bis die Politik sich dazu durchringen konnte, das Dienstbüchlein ins digitale Zeitalter zu überführen.

Nun ist es soweit. Ab nächstem Jahr kann das Dienstbüchlein elektronisch abgegeben werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch mit der Revision der Verordnung über die Militärdienstpflicht die Voraussetzung dafür geschaffen. «Dies lässt eine wesentlich effizientere Datenbearbeitung zu», heisst es in der Mitteilung des Verteidigungsdepartements.

Es ist nicht die einzige Neuerung für die Armee. Der Bundesrat hat auch die rechtliche Grundlage geschaffen für das neue Cyberkommando, das für 2024 geplant ist. Damit möchte er sich gegen die Bedrohung im Cyber-Bereich wappnen. (rwa)