Alain Berset: «Zurück zu strenger Containment-Strategie»

Mit neuen serologischen Tests hofft Alain Berset, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen. Ziel sei es, alle Personen mit Symptomen testen zu können.

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Alain Berset will zurück zur Containment-Strategie.

Alain Berset will zurück zur Containment-Strategie.

Keystone

(wap) Bundesrat Alain Berset besuchte am Dienstag die Spitäler der Insel-Gruppe in Bern und nutzte die Gelegenheit, um sich dabei auch über die aktuelle Corona-Forschung der Universität Bern zu informieren. Im Anschluss sprach er an einer Pressekonferenz über die Strategie, mit der der Bundesrat das Land aus der Krise führen wird.

Berset gab dabei seiner Hoffnung Ausdruck, dass neue serologische Tests es möglich machen würden, massiv mehr Tests zu erhalten. Ziel sei es, zurück zu einer strengen Containment-Strategie zu finden: Ansteckungsketten wären dann wieder nachvollziehbar und Personen könnten gezielt in Quarantäne geschickt werden.

Testkapazitäten reichten nicht aus

Diese Containment-Strategie hatte das Bundesamt für Gesundheit ursprünglich verfolgt, musste sie aber nach rund einer Woche aufgeben, weil die Testkapazitäten nicht ausreichten. Man wolle dazu übergehen, alle Personen mit Symptomen testen, versprach Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit. Nicht vorgesehen seien jedoch Tests an asymptomatischen Personen. Dies bringe nichts.

Erste Lockerungen der Schutzmassnahmen werde es noch in diesem Monat geben, stellte Berset in Aussicht. Man müsse aber weiterhin konzentriert bleiben. Es handle sich um eine Gratwanderung: Man werde immer genau beobachten müssen, wie die Ansteckungszahlen auf konkrete Lockerungen reagierten.

Die jetzt geltenden Massnahmen hätten es erlaubt, Zeit zu gewinnen. Dies habe nur dank der guten Umsetzung durch die Bevölkerung funktioniert. Es sei gelungen, eine Überlastung des Gesundheitswesen zu verhindern.