Video

Aktivisten wollen Räumung verhindern und bieten Unterstützer auf

Die Klimaaktivisten rufen Unterstützer dazu auf, auf den Bundesplatz in Bern zu kommen. So hoffen sie eine Räumung zu verhindern. Im Berner Kantonsrat verlangt eine dringliche Motion die Räumung.

Drucken
Teilen
Zelte der Klimaaktivisten blieben zwischen den Ständen der Marktfahrer stehen.

Zelte der Klimaaktivisten blieben zwischen den Ständen der Marktfahrer stehen.

Keystone

(wap) Auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken rufen die Klimaaktivisten auf dem Bundesplatz Unterstützer herbei. Hintergrund ist die Forderung nach einer Räumung des Platzes. Einer solchen wollen sich die Aktivisten widersetzen: «Wir sind gekommen, um zu bleiben», schreiben sie auf der Facebook-Seite von Klimastreik Schweiz: «Wenn wir genug Menschen sind, stehen die Chancen gut, dass wir unser Engagement auf dem Platz fortsetzen können.»

Die Forderung nach einer sofortigen Räumung des Bundesplatzes wird mittlerweile auch auf kantonaler Ebene erhoben. So hat SVP-Kantonsrat Samuel Krähenbühl eine dringliche Motion eingereicht, die von der Kantonsregierung verlangt, von sich aus Polizeikräfte auf den Bundesplatz zu schicken. Die Berner Stadtregierung will erst am Nachmittag über das weitere Vorgehen beraten. Am Montag hatte sie entschieden, vorerst auf eine polizeiliche Räumung zu verzichten.

Am Montagabend hatten die Aktivisten angekündigt, den Bundesplatz für den für Dienstag vorgesehenen Markt vorübergehend zu räumen. Dies sei nicht wie versprochen geschehen, kritisiert der Präsident des Berner Wochenmarkts, Walter Stettler, in einem Interview mit nau.ch: «Das Versprechen ist nicht eingehalten worden, ich bin enttäuscht.» Der Markt finde zwar statt, die Marktfahrer müssten aber wegen der Umstände mit Umsatzeinbussen rechnen: «Wir werden mit halbleerem Portemonnaie nach Hause fahren und unsere Waren vernichten müssen. »