Agrarpolitik: Bundesrat stellt Weichen für grünere Landwirtschaft

Mehr Ökologie und weniger Ressourcenverbrauch: Der Bundesrat fordert eine grünere Landwirtschaft. Umweltfreundliche Praktiken der Landwirte sollen mit Direktzahlungen gefördert werden.

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Schweizer Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden, findet der Bundesrat.

Schweizer Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden, findet der Bundesrat.

Keystone

(rwa) Am Donnerstag hat Bundesrat Guy Parmelin die Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 vorgestellt. Damit soll den Anliegen der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Der Klimawandel stelle die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen, schreibt das Wirtschaftsdepartement (WBF) in einer Mitteilung.

Konkret peilt der Bundesrat eine Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln an. Ausserdem ist eine Senkung der maximal erlaubten Hofdüngerausbringung pro Hektare vorgesehen. Bis 2025 sollen die Nährstoffverluste bei Phosphor und Stickstoff um 10 Prozent gesenkt werden – bis 2030 um 20 Prozent. In der Pflicht sieht der Bundesrat dabei die Branchenorganisationen. Werden die Ziele nicht erreicht, ergreift der Bund zusätzliche Massnahmen.

Risiken sollen halbiert werden

Der Bundesrat begrüsst auch die verbindlichen Reduktionsziele für die Risiken beim Pestizideinsatz, welche die Wirtschaftskommission des Ständerates vorgeschlagen hat. Die Risiken für Oberflächengewässer, naturnahe Lebensräume und als Trinkwasser genutztes Grundwasser sollen bis 2027 halbiert werden.

Unverändert bleibt der Zahlungsrahmen. In den Jahren 2022 bis 2025 erhalten die Bauern insgesamt 13'774 Millionen Franken. Der grösste Teil entfällt mit 11'090 Millionen Franken auf Direktzahlungen.