Adelboden erhöht Beitrag an die Skirennen – das soll helfen, deren Überleben zu sichern

Die Gemeindeversammlung von Adelboden hat den Beitrag der Gemeinde an die jährlichen Skirennen von 40'000 auf 100'000 Franken erhöht. Dies schafft den klammen Organisatoren etwas mehr Planungssicherheit.

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Erhalten definitiv mehr Geld von der Gemeinden: Die jährlichen Skirennen am Chuenisbärgli in Adelboden.

Erhalten definitiv mehr Geld von der Gemeinden: Die jährlichen Skirennen am Chuenisbärgli in Adelboden.

Jean-Christophe Bott / Keystone

(sat) Wie die Gemeinde auf ihrer Homepage schreibt, war die grosse Wertschöpfung des Sportanlasses für Adelboden an der Versammlung vom Freitagabend unumstritten. Zudem sei die Erhöhung des Beitrags auch ein wichtiges Zeichen gegenüber den weiteren Geldgebern. Bisher erhielten die Rennorganisatoren 40'000 Franken fix und konnten jeweils weitere 60'000 Franken beantragen. Die gesamten Leistungen inklusive Sachleistungen der Gemeinde betragen damit künftig maximal 200'000 Franken. Laut Mitteilung der Gemeinde zahlen die Gemeinde, die Bahnbetreiber und die Tourismusorganisation damit zusammen künftig maximal 400'000 Franken an die järhlichen Rennen am Chuenisbärgli.

Wie der «Frutigländer» bereits am Freitag meldete, erhalten die Organisatoren in den kommenden zwei Jahren zudem zusätzliche 50'000 Franken aus der Erhöhung der lokalen Tourismusabgabe. Laut der Lokalzeitung haben sich darauf die Gemeinde und eine Einsprecherin geeinigt. Eine juristische Person hatte sich gegen die Anfang Jahr beschlossene – ursprünglich unbefristete – Erhöhung der Tourismusabgabe um 15 Prozentpunkte gewehrt.

Seit Anfang Jahr laufen verschiedene Projekte um die Ski-Weltcup Adelboden AG finanziell zu sanieren. Diese Gesellschaft ist Organisatorin der traditionellen Rennen am Chuenisbärgli. Dafür ist laut eigenen Angaben jeweils ein Budget von sechs Millionen Franken nötig. Ebenfalls Anfang Jahr waren finanzielle Sorgen der zweiten Ski-Weltcup-Rennen im Berner Oberland in Wengen bekannt geworden. Darauf wollte Swiss Ski das «Lauberhorn» aus dem Weltcup-Kalender streichen. Erst bei einem Krisengipfel in Bern im Mai konnte man sich schliesslich unter Vermittlung von Sportministerin Viola Amherd «einvernehmlich einigen», wie es hiess.