Abstimmung während Corona: Einzelne Städte rufen zu Briefwahl auf, andere sehen keinen Anlass dazu

Die Städte Bern und Zürich ermuntern ihre Bevölkerung, wegen dem Coronavirus am 27. September brieflich abzustimmen. Andere Städte verzichten auf einen Aufruf. Viele würden eh schon brieflich wählen.

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Mit dem Aufruf zur Briefwahl am 27. September wollen die Städte Bern und Zürich Menschenansammlungen vor Urnenlokalen vermeiden. (Symbolbild)

Mit dem Aufruf zur Briefwahl am 27. September wollen die Städte Bern und Zürich Menschenansammlungen vor Urnenlokalen vermeiden. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Berner Stadtregierung hat am Dienstag ihre Stimmbevölkerung dazu aufgerufen, wenn immer möglich am 27. September per Brief abzustimmen. «Bleiben Sie gesund und stimmen Sie brieflich ab!», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. So solle die Gesundheit der Stimmberechtigten und des Personals geschützt und grosse Menschenansammlungen in und vor den Urnenlokalen vermieden werden.

Auch die Zürcher Stadtregierung hat ihre Stimmbevölkerung bereits am Montag gebeten, wegen des Coronavirus die Stimmen zu den Vorlagen vom 27. September brieflich abgeben. Aus Sicherheitsgründen stünden diesmal denn auch nur zwei wahlkreisunabhängige Stimmlokale zur Verfügung. Ebenfalls hat Bieler seine 31'000 Stimmberechtigten bereits Ende August zur brieflichen Stimmabgabe aufgerufen.

Schutzvorkehrungen für Personal und Stimmbürger

Auf einen offiziellen Aufruf zur Briefwahl verzichten dagegen die Luzerner Behörden. In der Stadt Luzern liege der Anteil der brieflichen Stimmabgaben ohnehin bei durchschnittlich 99,8 Prozent, schreibt die Stadt auf Anfrage von CH Media. «Eine spezielle Aufforderung erübrigt sich somit», hält das Wahl- und Abstimmungsbüro der Stadt fest.

Das Stimmbüro der Stadt St.Gallen erachtet es zum jetzigen Zeitpunkt «vertretbar», dass die Rathaus-Urne am Abstimmungssonntag geöffnet sei. Der Anteil der brieflichen Stimmabgabe liege seit Jahren zwischen 98 und 99 Prozent, heisst es auf Anfrage. Zum Schutz der Stimmberechtigten und der Stimmenzählenden gälten die bekannten Hygiene- und Abstandsempfehlungen des Bundes.

In Basel gibts im Stimmlokal Masken

Auch Basel-Stadt gibt vor dem 27. September keine Briefwahl-Empfehlung ab. 95 Prozent der Stimmberechtigten würden am Rheinknie ohnehin jeweils per Brief abstimmen, schreibt die Staatskanzlei auf Anfrage von CH Media.

In den Stimmlokalen des Stadtkantons seien aber ebenfalls Schutzvorkehrungen getroffen worden und für das Personal gelte eine Maskenpflicht. Zudem würden in den Stimmlokalen von Basel-Stadt den Stimmbereichtigen auf Wunsch auch Masken abgegeben, heisst es vonseiten der Basler Staatskanzlei.