Erfolgsbilanz des Landschaftsschutzes unter dem Durchschnitt

70 Prozent der Beschwerden, welche die Stiftung Landschaftsschutz eingereicht hat, waren erfolgreich. Damit haben die Landschaftsschützer 2019 leicht öfter verloren als im Schnitt der letzten zehn Jahre.

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Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz legt im Kampf für den Schutz von Landschaften regelmässig Einsprache ein – und obsiegt mehrheitlich.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz legt im Kampf für den Schutz von Landschaften regelmässig Einsprache ein – und obsiegt mehrheitlich.

Bild: Keystone

(dpo) Im vergangenen Jahr konnte die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) 27 ihrer Interventionen abschliessen. Wie die SL am Dienstag weiter mitteilt, fielen 19 dieser Fälle zu ihren Gunsten aus. Das entspricht einer Erfolgsquote von 70 Prozent. Gegenüber 2018, als die Stiftung in 25 von 34 Interventionen erfolgreich war, ist die Erfolgsquote der Einsprachen und Beschwerden also um 4 Prozent gesunken.

Neu eingesprochen hat die Stiftung Landschaftsschutz im letzten Jahr laut Eigendeklaration in 44 Fällen. Gegenstand seien unter anderem Autobahnen, landwirtschaftliche Bauten, Seilbahnen und Deponien gewesen. Trotz der leicht rückläufigen Erfolgsquote hebt die SL in ihrer Mitteilung hervor, dass vier Urteile des Bundesgerichts in ihrem Sinne ausgefallen seien.

Gemäss Website der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz beträgt deren Erfolgsbilanz im zehnjährigen Durchschnitt (2009 bis 2018) 75 Prozent. Die SL wurde 1970 von Pro Natura, dem Schweizer Heimatschutz, der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung (heute: EspaceSuisse), dem Schweizer Alpen-Club (SAC) und dem Schweizer Tourismus-Verband gegründet. Die Stiftung verfolgt als Ziel, die natürlichen und kulturellen Werte der Schweizer Landschaften zu sichern, fördern und wiederherzustellen.