Pharmafirmen gründen Interessengemeinschaft

BASEL. Sechs kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) der Schweizer Pharmabranche wehren sich gemeinsam gegen eine Senkung der Medikamentenpreise. Sie haben sich dafür Anfang Jahr zur Interessengemeinschaft (IG) Schweizer Pharma KMU zusammengefunden.

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BASEL. Sechs kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) der Schweizer Pharmabranche wehren sich gemeinsam gegen eine Senkung der Medikamentenpreise. Sie haben sich dafür Anfang Jahr zur Interessengemeinschaft (IG) Schweizer Pharma KMU zusammengefunden. Zu dem halben Dutzend gehören mit der Roggwiler Bioforce AG, der Romanshorner Max Zeller Söhne AG und der Uznacher Streuli Pharma AG auch drei Ostschweizer Unternehmen. Die weiteren vier Beteiligten sind die Nordwestschweizer Firmen Drossapharm AG und Permamed AG sowie die Tessiner Firma Ibsa SA. Die sechs Unternehmen beschäftigten insgesamt 1500 Mitarbeitende.

Warnung vor Stellenabbau

Durch das heutige Preisbildungssystem sieht die IG Schweizer Pharma KMU laut eigenen Angaben Arbeitsplätze in der Schweiz bedroht. Die anstehenden Preissenkungen gefährdeten die kleinen und mittleren Unternehmen der Branche existenziell, heisst es in einem Communiqué der IG. Denn diese Firmen produzierten in der Schweiz zu Schweizer Herstellungskosten zu einem bedeutenden Teil für den hiesigen Markt und mit geringen Margen.

Appell an Fairness

Um einen Verlust von Arbeitsplätzen zu vermeiden, fordert die IG von den zuständigen Behörden faire Rahmenbedingungen am Produktionsstandort Schweiz. Nötig sei ein faires Preisbildungssystem, das den Anliegen der Schweizer Unternehmen Rechnung trage. Auch gehe es darum, die Vielfalt an Medikamenten zu erhalten, wofür günstige Medikamente nicht von der Spezialitätenliste gestrichen werden dürften. Auf dieser Liste stehen jene Medikamente, welche die Krankenkassen über die Grundversicherung vergüten müssen. Die IG hat ihre Anliegen beim Bund deponiert. (sda/red.)