AGROCHEMIE: Kundgebung gegen Konzerne

In Basel und Morges protestierten rund 3000 Personen gegen die Agrochemiekonzerne.

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Im Rahmen der weltweiten Bewegung March against Monsanto zog gestern in Basel zum dritten Mal ein bewilligter Demonstrationszug vom Barfüsserplatz vor den Hauptsitz von Syngenta beim Badischen Bahnhof.

Bei der friedlichen Kundgebung dabei waren rund 1500 Teilnehmende, etwas weniger als im Vorjahr. Protestiert wurde gegen die Macht der Agrochemiekonzerne, gegen gentechnisch verändertes Saatgut und den Einsatz von Pestiziden. Thema waren zudem die Fusionen in der Agrochemiebranche. In Anspielung auf die Übernahme von Syngenta durch ChemChina trugen Demonstranten einen chinesischen Drachen. Am Syngenta-Hauptsitz wurden am Gebäude Transparente gehisst und wie bereits vor dem Abmarsch Reden gehalten. Steuern, die Syngenta dem Kanton zahlt, dürften Basel-Stadt nicht davon abhalten, kritisch hinzuschauen, was der Konzern mache, sagte ein Redner.

Marsch auch in Morges

Vor dem Monsanto-Hauptquartier für Europa, Afrika und den Mittleren Osten im waadtländischen Morges demonstrierten gemäss Angaben der Organisatoren gleichzeitig rund 1300 Personen. Die Organisatoren stellten den Marsch dieses Jahr unter das Motto «Aufstand der Unkräuter». Die Teilnehmenden wurden aufgefordert, in Grün zu erscheinen. Der erste March against Monsanto fand im Mai 2013 in den USA statt. (sda)