Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kommentar

Wechseln Kunden zu einer Smartphone-Bank, fördert das die Transparenz

Bankkunden sollten sich nicht nur wegen den Gebühren überlegen, zu einer Smartphone-Bank zu wechseln. Ein Wechsel könnte auch eine Sinneswandel bei den traditionellen Instituten bewirken.
Marlen Hämmerli
Marlen Hämmerli (Bild: Urs Bucher)

Marlen Hämmerli (Bild: Urs Bucher)

Smartphone-Banken wollen den Schweizer Bankenmarkt aufmischen. Das sind Banken ohne Filialen, deren Geschäft einzig über das Handy läuft. Ihr erstes Ziel: Das Bezahlen revolutionieren – zu einem Preis von null Franken. Die befragten Ostschweizer Banken zeigen sich von der neuen Konkurrenz jedoch unbeeindruckt.

Ihr Kalkül: Schweizer reagieren nicht oder kaum auf den Preis. So können die Banken die Gebühren erhöhen, ohne dass ihnen zu viele Kunden weglaufen. Gleichzeitig lassen sie den Kunden zunehmend für sich arbeiten: Zahlungen erfasst er selbstständig im E-Banking, Bargeld holt er beim Bancomaten statt am Schalter, und die Kontoauszüge erhält er nicht mehr per Post, sondern holt sie als PDF-Dokument im Kundenportal ab.

Diese Entwicklung ist nachvollziehbar, denn die Banken stehen unter Kostendruck. Erstens müssen sie in neue IT-Systeme und die Digitalisierung investieren. Zweitens hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrer Negativzinspolitik fest. Was heisst, dass Schweizer Geschäftsbanken für ihre Einlagen bei der SNB weiterhin einen Strafzins zahlen. Drittens sind die Regulierungskosten gestiegen. Heute muss zum Beispiel jede Regionalbank eine Fachperson beschäftigen, die die Einhaltung der Richtlinien überwacht, und eine Geldwäschereifachstelle einrichten.

Für Beratung und Dienstleistungen darf natürlich Geld verlangt werden. Banken verlangen für ihre Dienste eine Pauschale. Nicht inbegriffen ist aber die Kreditkarte, teils nicht mal die Debitkarte. Leistungen, die heute fast jeder nutzt. Wer wissen will, wie viel die Bezahlkarten kosten, muss je nach Institut sehr lange suchen. Oder wird gar nicht fündig. Transparenter sind Smartphone-Banken. Wer deren Webseiten besucht, sieht sofort, was wie viel kostet. Das Geschäft der Banken basiert auf Vertrauen. Dass aber Transparenz vertrauensfördernd ist, muss ihnen entgangen sein. Wer den Gebührenkatalog versteckt oder die Gebühren in Fussnoten verbirgt, verhindert zwei Dinge: Dass der Kunde weiss, wie viel sein Konto tatsächlich kostet und dass die Konti mit denjenigen anderer Bank vergleichbar sind.

Wollen die Kunden an dieser Intransparenz etwas ändern, sollten sie die Bank wechseln. Protest mit den Füssen. Dadurch würden sie viel Geld sparen. Laut Matthias Reinhart, Mitgründer des VZ Vermögenszentrums, könnte ein Haushalt mit Wohneigentum über alle Finanzdienstleistungen 10000 Franken jährlich sparen, würde er zum günstigsten Institut wechseln. Warum also nicht anfangen und das Zahlkonto zu einer Smartphone-Bank verschieben? Säule 3a und Hypothek könnten ja vorerst bei der angestammten Bank verbleiben. Seite 14

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.