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Kolumne

Wahlkampf? Fehlanzeige! In der Ostschweizer Politik haben sich eigentlich alle lieb

Die Welt wird immer aggressiver? Nicht im eidgenössischen Wahlkampf. Freund und Feind gehen pfleglich miteinander um. Eine Zumutung für uns Wählerinnen und Wähler.
Stefan Schmid
Zeichnung: Tom Werner

Zeichnung: Tom Werner

Die Schweizer werden immer aggressiver, schreibt die «NZZ am Sonntag». «Du blinde Sau», bekommt mittlerweile jeder 4.-Liga-Schiedsrichter regelmässig zu hören. Polizisten sind natürlich Scheissbullen und Lehrer absolute Pfeifen. Respektspersonen? Das war einmal. Der gemeine Bürger teilt aus, wie es ihm gerade beliebt.

Nun, von unseren geschätzten Politikerinnen und Politikern, die sich um ein Ämtli in Bern bewerben, können sie diese Vulgarismen nicht gelernt haben. Keine andere Gesellschaftsgruppe – mit Ausnahme vielleicht von den grussfreudigen Wandervögeln – geht so vornehm miteinander um wie die Damen und Herren Milizpolitiker. Zumindest in der Ostschweiz.

Nehmen wir die Wahl-Talks auf dem Ostschweizer Fernsehsender TVO als Gradmesser. Zuerst herzt man sich parteiübergreifend in der Maske, dann lässt man die Gegnerin vor laufender Kamera stets ausreden, um anschliessend die Gemeinsamkeiten zu betonen. Nach der Sendung nippt man kollektiv an einem Glas Weisswein, ehe Kandidat Beni W. seinen Kontrahenten Paul R. (Namen der Redaktion bekannt) an den Bahnhof fährt. Wie soll ich da als Wähler Öpfel und Bire unterscheiden können, gopferteckel!

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