Trump täuscht die Oberwalliser

In Visp helfen sie mit, einen Impfstoff gegen Covid19 zu entwickeln. Davon profitieren dürften zuerst die Amerikaner. Oder doch nicht? 

Stefan Schmid
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Corinne Bromundt

Mit Hilfe des Schweizer Pharmazulieferers Lonza dürften die Amerikaner möglicherweise vor den Schweizern in den Genuss eines Covid-Impfstoffes kommen. Zu diesem Schluss gelangt, wer eins und eins zusammenzählen kann.

Die Basler Lonza – mit grosser Produktionsstätte im Walliser Städtchen Visp – liefert der US-Biotechfirma Moderna den Wirkstoff. Diese wiederum bastelt daraus ein Vakzin gegen die heimtückische Krankheit.

Moderna erhält aus den Schatullen des amerikanischen Staates angeblich 500 Millionen Dollar, um die Forschung voranzutreiben. Naheliegend also, dass Donald Trump, der Erfinder der modernen «America-first»-Ideologie, nicht im Traum daran denkt, gleichzeitig mit seinen Landsleuten auch die Lonza-Arbeiter im abgelegenen Oberwallis mit dem Impfstoff zu bedienen.

Müssen wir uns Sorgen machen? Natürlich nicht, sagt unser eidgenössischer Corona-Papst Daniel Koch. «Die Weltgemeinschaft wird alles daran setzen, Gerechtigkeit zu erreichen.» Ja, dann ist ja alles gut.