Salzkorn
Wir brauchen Good News in 2021 – das weiss man auch in Innerrhoden

Appenzell Innerrhoden rechnet 2021 mir dem schweizweit kleinsten Bussenertrag. Die Rechnung haben die Finanzleute ohne die fremden Fötzel gemacht. Bewusst?

Linda Müntener
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Die finanziellen Aussichten für 2021 sind vielerorts getrübt. Das gilt auch für die Polizei. Sie rechnet dieses Jahr mit weniger Bussengeldern, unter anderem wegen pandemiebedingten Zuhausebleibens. Den schweizweit kleinsten Ertrag erwarten die Innerrhoder Ordnungshüter. Gerade einmal 250'000 Franken budgetiert der Kanton für dieses Jahr. Das sind 15.50 Franken pro Kopf. Ob es daran liegt, dass die Innerrhoder besonders pflichtbewusste Lenker sind, dass sie ohnehin nur im Schritttempo hinter Kühen herfahren können oder dass es einfach viel Platz zum Kurven gibt, bleibt offen.

So oder so hat Appenzell Innerrhoden die Rechnung ohne die fremden Fötzel gemacht. Spätestens wenn im Frühling die Städter zur Volkswanderung in den Alpstein strömen und irgendwo am Wegrand parkieren, dürften die Bussenkassen klingeln. Gut möglich, dass die findigen Finanzleute bewusst zurückhaltend budgetiert haben. Denn so können sie dereinst einen Überschuss vermelden. Good News! Die brauchen wir 2021 dringend.