SALZKORN
Jetzt klauen Walliser sogar Weintrauben

Nach den Aprikosen und Spargeln werden im Wallis jetzt Trauben geklaut. Das hat Auswirkungen bis an die Olma.

Stefan Schmid
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Corinne Bromundt

Wir sind uns ja einiges an Schlagzeilen aus dem Wallis gewohnt. Schillernde Figuren wie Sepp Blatter, Gianni Infantino, Peter Bodenmann oder Christian Constantin überraschen uns Üsserschwyzer immer wieder mit allerhand Kapriolen.

Doch was wir dieser Tage aus dem Bergtal vernehmen, das erreicht doch neue Dimensionen. In den Unterwalliser Rebbergen sind Diebe unterwegs. Frost, Hagel und der Mehltau haben den Trauben zugesetzt. An den Rebstöcken gewisser Winzer sieht es so düster aus, dass sich diese des Nachts aufmachen, die Trauben des Nachbarwinzers zu pflücken.

Die Vorgänge haben selbst für das Wallis, wo im Sommer bereits Aprikosen und Spargeln gestohlen worden sind, Ausnahmecharakter. Winzer haben nun Wärmebildkameras installiert, die Polizei kriecht in der Dämmerung zwischen den Rebstöcken hindurch, um der Räuber habhaft zu werden. Für die Olma heisst das: Obacht am Walliser Degustationsstand unseres Vertrauens. Schmeckt der Johannisberg plötzlich anders als gewohnt, dann wissen Sie warum.

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