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Leserbrief

Wo wird wohl gelenkt?

Zerstört dieser Mann die Träume der FDP?, Ausgabe vom 8. September
Gaby Belz, St.Gallen

Im Text zu Benedikt Würth und Karin Keller-Sutter haben wir einen dieser subtilen, aber umso wirksameren Fälle von sprachlicher Herabminderung einer Frau: «Karin Keller- Sutter, St.Galler Ständerätin, Kühlerfigur des Schweizer Freisinns und (…)».

Stellen Sie sich in Gedanken vor einen Oldtimer der Oberklasse. Im Vordergrund der Kühlergrill, zuoberst streckt sich die kleine, anmutige, aber vollkommen starre und rein dekorative weibliche Kühlerfigur. Im Hintergrund erscheint die Frontscheibe des Autos, hinter der Sie eine Person sehen, die das Auto lenkt. Vermutlich ein Mann? Preis- frage: Wo wird gelenkt, gestaltet, entschieden – vorne oder hinten? Kommt hinzu, dass Frau Keller-Sutter schlank, attraktiv und erst noch blond ist. Sprache erzeugt Bilder, mittels derer wir die Welt wahrnehmen und interpretieren.

Von einem Journalisten (und natürlich auch von einer Journalistin) erwarte ich Bewusstsein über die eigene Verantwortung und entsprechende Wahl der Worte.

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