Leserbrief
«Wir werden immense Folgen wirtschaftlicher Art zu tragen haben»

Zur Coronakrise

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Soll der Bundesrat die Notstandsregeln lockern? Meiner Meinung nach sollte man diese Frage nicht Zeitungsredaktoren oder gar Wirtschaftsexperten, sondern den Leuten an der Front, nämlich der Ärzteschaft und dem Pflegepersonal – vor allem in den Spitälern – stellen. Sie behandeln und pflegen täglich und in Zusatzstunden die Erkrankten.

Sie müssen sich nicht nur exponieren, sondern sie erkranken und sie sterben teilweise sogar am Coronavirus, weil sie, trotz aller Vorsichtsmassnahmen, von ihren Patienten angesteckt werden.

Müssen wir nicht zuallererst diese Menschen vor dem Risiko einer Ansteckung schützen? Und dieses Risiko bleibt auch dann noch sehr sehr hoch, wenn die Fallzahlen nicht mehr exponentiell ansteigen. Wir sind auf diese Menschen auch nach der Epidemie dringendst angewiesen.

Kaspar Oswald, Inwil


Gleich vorneweg: Der Bundesrat meistert die aktuelle Krise ausgezeichnet. Beispielsweise die Zusammenarbeit mit den Banken in Zusammenhang mit den Krediten für Firmen und deren schnelle Umsetzung verdient Respekt. Leider werden dabei die Notlagen der kleinen KMU zu wenig berücksichtigt. Hier gilt es dringlich nachzubessern.

Was bringt es diesen Unternehmen, wenn sie sich jetzt verschulden, und zwar im Wissen, dass sie die Kredite nicht erwirtschaften und somit auch nicht zurückzahlen können? Die Geschäfte der Coiffeure, Reisebüros, Blumenläden, Restaurants usw., die ohnehin schon mit sehr tiefen Margen zu kämpfen haben, können nach der Krise nicht mit einem Rucksack voller Schulden starten, der sie fast erdrückt.

Diese KMU haben bei geschlossenen Geschäften zwei grosse Aufwand-Positionen, nämlich Lohn- und Mietkosten. Lohnkosten sind über die Kurzarbeit gedeckt, doch was geschieht mit dem Mietaufwand? Weder die Mieter noch die Eigentümer haben die geschlossen Läden zu verantworten.

Eine Lösung, ähnlich wie bei der Kurzarbeit mit Deckung der Mietkosten zu 80 Prozent durch den Bund als Direktzahlung aus den gesprochenen Milliarden, wäre eine dringliche Notwendigkeit. Dies wäre sicher der optimalere Weg, als jetzt die Gerichte in jahrelangen Prozessen zu bemühen, wer hier wie viel in der Pflicht ist.

Wenn sich dann Mieter und Vermieter einigen können, die restlichen 20 Prozent aufzuteilen, wäre dies ein guter schweizerischer Kompromiss. Eine solche Lösung würde die Situation der KMU, welche momentan von Unsicherheiten und Ängsten betreffend ihre zukünftige Existenz geprägt sind, deutlich beruhigen und Zuversicht für die Zukunft geben.

Thomas Ineichen, Emmenbrücke


Was in diesen Tagen und Wochen abläuft, stimmt mich nachdenklich. China ist nicht nur Exporteur von billigen Produkten, sondern es beschert uns diese Pandemie. Viele Produkte und Grundstoffe werden nur noch im billigen China produziert und die westlichen Produzenten haben die Herstellung eingestellt oder ihre Anlagen in jenem Land errichtet. Der Nachschub lässt warten, die Abhängigkeit ist offensichtlich.

Ist dies nun die «Krone» (Corona) unseres Profit- und kurzsichtigen Denkens? Als ehemaliger Unternehmer nehme ich mich nicht davon aus. Alle einschneidenden Massnahmen, die der Bundesrat verordnet hat, werden so hoffen wir, ihre Wirkung bringen. Jedoch werden wir noch unabsehbare, immense Folgen wirtschaftlicher Art zu tragen haben.

Scheinbar gibt es Pläne und Strategien, um Pandemien zu meistern. Leider habe ich in den Medien und von den Amtsstellen nie gehört, dass jeder sein Immunsystem stärken kann. Dies hilft nicht nur gegen dieses «Kronen»- Virus, sondern ganz allgemein unserer Gesundheit. Die Einnahme von Vitamin D3 und C sowie verschiedener Nahrungsergänzungsmittel sind wichtige Förderer. Sonnenlicht, körperliche Bewegung und ausgewogene Ernährung tragen ebenfalls dazu bei.

Dies wäre die «Krone» der Sofort- und Vorbeugemassnahmen für unsere Abwehrkräfte. Es ist kaum zu glauben, dass diese Informationen und Aufklärung nicht im grossen Rahmen publikgemacht werden. Vorbeugen ist besser als heilen!

Die Informationen in den Medien sind überwiegend negativ und haben bei vielen Mitmenschen psychisch und gesundheitlich keine förder­liche Wirkung. Es wird Angst und Schrecken verbreitet. Wir hören kaum Angaben über Alter und Anteil der verstorbenen Viruspatienten mit Vorerkrankungen. All diese negativen Nachrichten erfordern ein starkes mentales Immunsystem.

Viel Glück und Gesundheit! Es lebe die «Krone» der Schöpfung! Der Mensch!

Karl Bernet, SIns


Bei all den Anglizismen, die im Moment verwendet werden, kommt das Gefühl hoch, wir brauchen bald alle einen Gratis-Sprachkurs in Deutsch. Doch nicht nur dieser wird notwendig werden, wir werden auch einen Übersetzungsdienst vom verenglischten Deutsch ins richtige Englisch benötigen: Die Engländer schauen uns nur fragend an, wenn wir ihnen erklären, dass wir ins Homeoffice (ins Innenministerium) gehen und werden uns mit der typischen Bemerkung «your English is excellent» nett darauf hinweisen, dass wir wahrscheinlich «working from home» meinen.

Christina Rölli, Rothenburg


Dein Wort in Gottes Ohren, verehrter Papst – und hoffentlich finden deine Worte die tauben Ohren vieler Menschen, die hirnlos Kinder in die Welt setzen, die sie selber nicht ernähren können und damit unseren Planeten übervölkern und an den Rand ihrer Verzweiflung bringen.

Wir nennen unseren Planeten liebevoll Mutter Erde. Das war unser Planet wirklich mal. Mutter Erde hat uns ernährt, wir haben ihr sauberes Wasser getrunken. Sie hat uns wie ihre Kinder liebevoll behandelt. Unser Planet hat uns den Raum gegeben, um ein gesundes Leben zu leben.

Wir haben in unserem Grössenwahn den Planeten Erde gezwungen, die Überbevölkerung zu ertragen. Wir haben nicht mehr natürlich und gottgewollt Kinder geboren, wir haben Kinder produziert, selbst wenn wir sie nicht selber kindgerecht ernähren können. Leidtragende sind Mutter Erde und die Kinder, die diesem Elend ausgesetzt, ausgeliefert werden.

Wer getraut sich noch, unseren Planeten Mutter Erde zu nennen? Behandelt man so eine liebende Mutter? Abschliessend möchte ich dem Papst herzlich für seine Botschaft danken.

Renate Margot Sonnenberg, Luzern


Es ist ja nett, dass der Bund Schweizer Touristen vom Ausland zurückholt. Aber bitte: Die Repatriierungskosten haben diese Menschen aus dem eigenen Sack zu bezahlen oder allenfalls mit Hilfe ihrer Reiseversicherungen. Reisen ist immer freiwillig, oft auch riskant, in der Regel nicht lebensnotwendig, und viele können es sich gar nicht leisten. Also keine Steuergelder für diese Rückholaktionen!

Ihr könnt froh sein, dass der Schweizer Staat sich derart um seine Bürger im Ausland kümmert. Und wer im Januar oder Februar noch verreist ist, hat es aus den Nachrichten erahnen können, dass sich eine grosse Epidemie am Ausbreiten ist – heute kleben ja alle immer an ihren Smartphones. Oder sind einige bereits immun gegenüber entscheidend wichtigen Nachrichten? Wir zählen auch auf Euch Reisenden – und zwar insbesondere auf Eure Selbstverantwortung.

Ueli Krasser, Hagendorn

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