Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Leserbrief

Wer hat von wem den Populismus gelernt?

Gallus Gmür, St. Gallen

Was mir aufgefallen ist: Während Jahren wurden von den Medien, von SRF 1 bis zur NZZ, die Politiker auf der rechten Parteienskala bei ihren Aussagen als «rechtspopulistisch» taxiert, bis jemand feststellte, dass im Wort Rechtspopulismus eigentlich auch das Gegenteil, nämlich ein Linkspopulismus postuliert wird. Und das gibt es ja auch.

Neustens wird für die Politiker in Italien nur noch das Wort «populistisch» oder «Populisten» gebraucht. «Populistisch» wird im neuesten Duden als «oft eigennützig, volksnahe Art, um die Massen für sich zu gewinnen» definiert. Die Worte «Populismus» und «Populist» sind im Duden noch nicht zu finden.

Kein Wort von rechts oder links, ganz neutral. Es ist ja auch interessant und nachzulesen, dass die Linken, von den Sozialisten, Sozialdemokraten bis zu den Kommunisten, schon bald zweihundert Jahre lang auf «oft eigennützig, volksnahe Art, um die Massen für sich zu gewinnen», tätig waren.

Man denke an Engels, Marx, Liebknecht, Grimm, und viele andere, auch an ihre PR, während auf der rechten Parteienseite europaweit bis in die Neuzeit wohl kaum ein Politiker genannt werden kann, der so radikal für seine Ideen focht. Der Rede kurzer Sinn: Die heutigen Politiker auf der rechten Parteienskala und/oder die Medien haben den Populismus bei den Linken gelernt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.