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Leserbrief

Verunglimpfung und Ablenkung

Der lange Schatten der Psychosekte, Ausgabe vom 25. Juli
Lisa Leisi, Dietfurt

Mangels anderer Themen (?) wurde in einem gross aufgezogenen, reisserischen Artikel wieder einmal deutlich gemacht, mit was für Leuten man sich einlassen darf und mit welchen nicht, wenn man vom Mainstream als vertrauenswürdig wahrgenommen werden will. Auch was für Positionen in Bildungsfragen akzeptiert sind und welche nicht, nur schon weil man sonst mit den falschen Leuten verbandelt ist. Damit erübrigt sich genaueres sachbezogenes Hinschauen, und man kann elegant von berechtigten Kritikpunkten ablenken.

Ich wünschte mir von Journalisten einfach sachbezogene Auseinandersetzungen mit verschiedenen Blickwinkeln zu vielfältigen Themen und damit auch zu Bildungsfragen ohne nimmermüdes Aufwärmen einer vermeintlichen Psychosekte.

Weiter hoffe ich auf Bürgerinnen und Bürger, welche selber denken und sich durch ihre Beobachtungen und Erfahrungen ein eigenes Bild machen. Sicher ist, dass wir noch von vielen bewährten Lehrern und einer allgemein niederen Jugendarbeitslosigkeit, auch dank guter Wirtschaftslage, profitieren.

Auswirkungen fundamentaler, nicht kindgerechter Umwälzungen im Schulbereich werden sich erst in einigen Jahren vermehrt zeigen. Ob man sich dann an die Kritiker – gleich welchen Hintergrunds – erinnern wird?

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