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Leserbrief

Trübe Aussichten

Das Ringen um Park-Tower-Raum in Zug geht weiter

Seit bald 3 Jahren warten wir Zuger auf den uns versprochenen öffentlichen Raum im obersten Geschoss des Parktowers. Wie naiv waren wir vor fast 10 Jahren, als wir den Bebauungsplan zum Parktower mit öffentlicher Nutzung im obersten Geschoss akzeptiert haben, wohl nur, weil wir meinten, diesen Raum auch tatsächlich zu kriegen. Derzeit blockieren sich der Grosse Gemeinderat, der Stadtrat und ein paar verwirrte Motionäre gegenseitig, mit dem Resultat, dass der Raum seit Jahren leer steht und uns Steuerzahler jeden Tag Geld kostet. Die Investoren des Parktowers und die dortigen Stockwerkeigentümer lachen sind ins Fäustchen und sind fast am Ziel: Die kriegen den Raum bald für ein Butterbrot.

Die Stadtzuger sind aber nicht naiver als die Baarer und die Unterägerer. Auch sie sind Investoren auf den Leim gekrochen und haben zu Bebauungsplänen Ja gesagt, nur weil ihnen ein Restaurant im obersten Stock mit toller Aussicht oder ein Hotel für behinderte Kinder versprochen wurde. Kaum zugestimmt, wird das Restaurant jahrelang nicht eröffnet oder über lange Zeit geschlossen (Baar City) oder das Kinderhotel weicht einfachen Wohnungen (Kinderhotel Babalou Unterägeri).

Gefordert sind nun die Gemeinderäte in Baar und Unterägeri und der Stadtrat von Zug. Die Rechtslage ist so einfach wie klar: Werden die Bebauungspläne nicht erfüllt, sind sie durchzusetzen. Sollen sie geändert werden, sind sie neu aufzulegen. In Baar scheint der Gemeinderat im Tiefschlaf zu sein, in Zug der Stadtrat leicht aufgewacht und in Unterägeri wird sich weisen, ob der Gemeinderat den Mut hat, das öffentliche Recht durchzusetzen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Wenn ich den Artikel über diesen Raum lese, so komme ich mir als kleiner Stimmbürger und Steuerzahler dieser Stadt von der gesamten Politikergilde so ziemlich verschaukelt vor (ich würde gerne ein anderes Wort benutzen, aber das würde vermutlich nicht abgedruckt).

Da hat also ein Politiker die ach so geniale Idee, dass die Öffentlichkeit dringendst im höchsten Gebäude einen Raum braucht. Der Stadtrat findet die Idee superlustig und die ganze Geschichte wird in einen Bebauungsplan gepackt und dem Volk mit den tollsten Argumenten verkauft und leider in der Abstimmung auch angenommen.

Offensichtlich haben aber weder der Initiant noch der Stadtrat oder die dahinter steckende Verwaltung den Gedanken wirklich zu Ende gedacht und es wurde auch nicht abgeklärt, was «wir» da denn so genau bekommen sollen. Auch das Stadtparlament fand es toll und kaum jemand stellte sich ernsthafte Fragen. Als dann ein paar Leute doch merkten, dass dieser völlig unnütze Raum noch richtig Geld kostet und nie und nimmer auch nur halbwegs akzeptable Einnahmen generieren kann, wollte man das «Ding» verkaufen.

Das geht nun offensichtlich auch nicht. Jetzt möchte ich aber doch mal wissen, was diese Übung uns Steuerzahler kostet. Man las von einem Wert von ca einer Million und Ausbaukosten von gegen 0,5 Millionen, macht also rund 1,5 Millionen Franken, die es zu verzinsen und zu amortisieren gilt. Welche Rechnung hat der Stadtrat dazu gemacht? Zu welchem Ansatz will der Stadtrat diesen Raum für maximal 50 Personen denn vermieten? Wie hoch schätzt er die Auslastung dieses Raumes?

Jost Windlin, Zug

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