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Leserbrief

Hochwasserschutzprojekt: Trotz Bemühungen bis jetzt keine Lösungsansätze

«Er will an der Reuss die Wogen glätten», Ausgabe vom 12. September

Hochwasserschutz macht wirklich Sinn, Renaturierung bis zu einem gewissen Punkt auch. Das inzwischen überarbeitete Hochwasserschutz-Projekt Reuss beansprucht für die Renaturierung aber so viel Kulturland und Wald, dass dies für uns einen Unsinn ist.

Diese Renaturierung geht weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerraum hinaus. Für unseren Betrieb (wir produzieren Weide-Beef) und einige weiteren Bauernbetriebe bedeutet dies der Existenzverlust. Und dies nur, damit der Kanton möglichst viele Subventionen beim Bund abholen kann.

Einerseits sollen Kulturland und Fruchtfolgeflächen besser geschützt werden, andererseits gehen bei diesem Projekt 31.8 Hektaren Fruchtfolgeflächen verloren, insgesamt werden 120 Hektaren Kulturland und Wald beansprucht. Auf diesen Flächen werden gesunde und hochwertige Nahrungsmittel naturnah produziert.

Wesentliche Änderungen am überarbeiteten Projekt gibt es keine, ausser dass die Kosten von anfänglich 167 Millionen Franken auf 195 Millionen angestiegen sind. Macht es Sinn, bei der Bildung so stark zu sparen, um es hier bei diesem Projekt wieder auszugeben? Was die Problemlösung dieses hohen Verlustes an Kulturland betrifft, sind wir mit unserem Betrieb immer noch keinen Schritt weiter. In der Zwischenzeit ist zwar eine land- und forstwirtschaftliche Begleitplanung entstanden, diese konnte trotz Bemühungen bis jetzt keine Lösungsansätze bringen, sie hat für uns die Funktion des Seelsorgers übernommen.

Mit dem entstehenden Naherholungsgebiet möchte der Kanton die Bevölkerung von diesem Projekt überzeugen. Ohne dieses Naherholungsgebiet wäre dieses Projekt schon rein aus finanzieller Sicht chancenlos. Welche Kosten für die Gemeinden mit dem Unterhalt dieses Naherholungsgebietes entstehen, ist schwer abzuschätzen.

Es muss eine Variante für dieses Projekt gefunden werden, welche Hochwasserschutz, Renaturierung und Naherholung ermöglicht, ohne so viel Kulturland- und Waldverlust. Damit die Existenz der Bauernbetriebe gesichert werden kann.

Lotti und Kaspar Kretz-Ineichen, Honau

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