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Leserbrief

Sofort handeln in der Spitalpolitik

SP und CVP nehmen den St.Galler Spitalpräsidenten ins Visier, Ausgabe vom 23. August
Dr. Rudolf Baer, St.Gallen

Die Stellungnahmen von SP und CVP zur dringlichen Hiobsbotschaft von VR-Präsident Felix Sennhauser waren voraussehbar. Man muss jetzt das, was man vor wenigen Jahren durchgestiert hat, verteidigen, um jeden Preis. Das Tragische daran ist nur, dass der Preis nicht von den Parteien, sondern von uns, von den Steuerzahlern, zu berappen ist. Die «Belehrung» von SP-Grüne-Fraktionschef Peter Hartmann, Herr Sennhauser sollte zuerst demokratische Grundregeln kennenlernen, war ebenso unnötig wie deplatziert.

Herr Sennhauser weiss sehr wohl, dass Politik und Geschäft manchmal nicht so ganz zusammenpassen. Aber jetzt die Diskussion gleich abwürgen, und auf die Diskussion im Kantonsrat im Jahr 2020 vertrösten, ist alles andere als bürgerfreundlich. Ob sich die Regierung den Entscheid vor der Volksabstimmung zu leicht gemacht hat, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist belegte Tatsache, dass schon vor der Volksabstimmung besonnene Köpfe vor dieser unglaublichen Spital-Bauvorlage warnten. «Jedem Tälchen sein Spitälchen» war politisch halt schon immer einfacher durchzubringen als Reduktionen oder gar Schliessungen.

Machen wir uns doch nichts vor: Wir haben einfach zu viele Spitäler. Nicht nur, aber ganz speziell im Kanton St.Gallen. In anderen Ländern fährt man auch schon mal eine bis zwei Stunden bis zum nächsten Spital (so zum Beispiel in Schweden, dem gelobten Land der Sozialdemokraten). Bei uns? Mit einer Fahrt von Rorschach über St.Gallen, Flawil nach Wil fährt man an vier Spitälern vorbei, in knapp einer halben Stunde!

Als Unternehmensberater habe ich viele Projekte geleitet, oft im Bereich Gesundheitswesen, und in manche Spitalplanung Einsicht genommen. Wenn es in einem Projekt je brenzlig wurde, haben wir von «Hochwasserprojekten» gesprochen. Diese Bezeichnung bedeutete jeweils: «Sofort a d’Seck». Nicht noch lange diskutieren; handeln, um grösseren Schaden abzuwenden. Die Spitalpolitik des Kantons St.Gallen ist ein solches «Hochwasserprojekt».

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