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Leserbrief

SNB als Milchkuh betrachtet

Nationalbankgewinn für die AHV, Ausgabe vom 14. August
Willy Gerber, Balgach

Wann immer Politiker und Politikerinnen glauben, eine neue Geldquelle zur Umverteilung entdeckt zu haben, stürzen sie sich darauf wie derzeit die Wespen auf das Dessert. So auch der SVP-Politiker Thomas Matter, der mit den künftigen Gewinnen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die AHV-Löcher stopfen möchte.

Dies gehört jedoch weder zu den Zielen noch zu den Aufgaben der unabhängigen SNB. Dass ausgerechnet ein bürgerlicher Banker ein solches Ansinnen äussert, erstaunt doch sehr. Zur Erinnerung: im letztlich hoffnungslosen Kampf gegen die globalen Finanzmärkte hat die SNB aus dem Nichts heraus ihre Devisen- und Kapitalmarktanlagen auf 800 Milliarden Franken aufgebläht. Nach banküblichen Belehnungskriterien beinhalten diese Anlagen ein doppeltes Risikopotenzial von bis zu 400 Milliarden Franken. Dies bei Eigenmitteln von knapp 140 Milliarden Franken!

Die Ertragslage der SNB ist äusserst volatil und weitgehend von den Entwicklungen an den Finanzmärkten abhängig. Ein Teil der Erträge wird zudem mittels der Negativzinsen auch den Banken, Pensionskassen und Sparern abgeknöpft.

Angesichts des Euro-Fehlkonstrukts, der europäischen Schuldenberge und der globalen Verwerfungen ist es leider wenig wahrscheinlich, dass sich die kaum mehr handlungsfähige SNB absehbar aus dieser unbequemen Situation herauswinden könnte. Bis dahin gilt betreffend SNB: «Hände weg von den Scheingewinnen», und betreffend AHV: «unter anderem längere und höhere Beitragszahlungen»!

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