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Leserbrief

Schutz des Wolfes soll zurückgestuft werden

«Der Wolf M60 streift durch die Zuger Wälder», Ausgabe vom 14. August

Prädatoren respektive Beutegreifer werden von ihren Beutetieren reguliert. Dies ist ein wissenschaftlich erhärteter Grundsatz. Dies gilt aber nur in den menschenleeren Wildnissen der Erde – wie zum Beispiel der Tundra, der Taiga, den grossen Weiten Kanadas.

Im Yellowstone Park hat man sogar Wölfe wieder eingesetzt, um den zu grossen Wapitiherden Herr zu werden. Und dort stimmt dieses Prinzip. Anders sieht das in der übervölkerten Schweiz aus.

Dörfer, Weiler, bewohnte Alpen, keine riesigen, unberührten Wälder und Steppen. Und hier beginnt das Problem mit dem Wolf.

Gemäss offizieller Statistik vom Februar 2017 der KORA (Rauptierökologie und Wildtiermanagement) leben nachgewiesen 40 Wölfe in der Schweiz und es existieren drei Rudel – eines am Calanda, eines im Tessin und eines im Wallis. Und für diese Rudelgebiete gilt sicher der oben erwähnte Grundsatz. Die Beutetiere regeln den Wolfsbestand – der Wolf reguliert die Beutetiere.

Das Problem liegt aber bei den Einzelwölfen, die zu keinem Rudel gehören. Ein einzelner Wolf ist nicht im Stande, einen Hirsch zu reissen. Bilder aus dem Yellowstone Park bestätigen diese Tatsache. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und da in der Schweiz über ein Dutzend Einzelwölfe leben, die Hunger leiden, reissen sie eben Haustiere, Ziegen, Schafe wie eben kürzlich am Lukmanier, wo ein einziger Wolf 14 Schafe riss – er tötete alle, obwohl er nicht alle frisst. Er tötet nicht auf Vorrat wie der Luchs, der pro Woche ein Reh oder eine Gams reisst und davon eine Woche lang zehrt. Es gehen auf den Wolf innerhalb von zwei Jahren (2016 – 2017) über 400 Haustier-Risse zurück.

Dass aber Haustiere gerissen werden, ist nicht der Zweck der Biodiversität. Aus diesem Grunde ist es folgerichtig, dass der Schutz des Wolfes zurückgestuft werden soll – von streng geschützt auf geschützt.

Er soll in der kleinräumigen Schweiz reguliert, nicht aber ausgerottet werden. Auch der Steinbock ist geschützt und wird seit Jahren mit Erfolg reguliert.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat bei der Berner Konvention einen Antrag auf die Rückstufung des Raubtier-Schutzes eingereicht, der im November 2018 behandelt wird.

Mit der Rückstufung des Wolfs würde auch der Umgang mit dem Tier in Europa harmonisiert. Anstelle einem häufigeren Einsatz von Ausnahmeklauseln wäre ein konstantes Wolfs-Management möglich.

Hans Wild-Iten, Unterägeri

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