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Leserbrief

Privatschulen fordern in einem gesunden Mass heraus

Privatisierung – als Reform getarnt, Ausgabe vom 4. September
Heiner Graf, Präsident ISR, Buchs

Die Ansichten von Mario Andreotti vom 4. September geben zu denken. Bei einem Marktanteil von 4 Prozent bedrohen die Privatschulen das öffentliche Schulsystem keinesfalls. Die Privatschulen fordern in einem gesunden Mass heraus. Dazu drei Beispiele:

  1. Wenige Jahre nach der Gründung der International School Rheintal (ISR) in Buchs wird an kantonalen Gymnasien eine bilinguale Matura angeboten.
  2. Aufgrund der weltweiten Anerkennung des 40 Jahre alten Lehrplans «International Baccalaureate» nimmt auch der Lehrplan 21 das kompetenzorientierte Lernen auf.
  3. An der Kantonsschule Burggraben wird seit kurzem das weltweit anerkannte IB-Diplom angeboten in Ergänzung zur Matura.

Viele Privatschulen sind nicht profitabel. Sie decken kleine Nischen ab. Damit entlasten sie die öffentlichen Schulen. In Buchs unterrichtet die öffentliche Schule 55 verschiedene Nationalitäten, die private ISR 30. Die öffentliche Schule fokussiert auf Integration, die ISR auf Mobilität. Schüler, die sich selber fragen, was sie über ein bestimmtes Thema erfahren möchten und wie sie zu diesem Wissen kommen, sind interessierter als Schüler, welche nach einem vorgegebenen Lehrbuch arbeiten. Auch das Lernen «von Schüler zu Schüler» wird damit belebt. Dass der Einbezug der Schüler in Entscheidungen zu besseren Leistungen führt, ist nachgewiesen und logisch.

Wir pflegen musische Fächer, Selbst- und Sozialkompetenz überdurchschnittlich. Schüler reflektieren ihre Leistungen, und Eltern erhalten Reports über die Entwicklung ihrer Kinder. Diese umschreiben genauer als Noten, wo der Schüler steht und wie er sein Potenzial ausschöpft. Die Wahl dieser «Notengebung» schafft eine ausgezeichnete Basis für die Partnerschaft mit den Eltern.

Weshalb wir trotzdem an weltweiten Standardtests teilnehmen? Mit Tests ist Wissensvermittlung eindeutig messbar. Diese Testresultate dienen ausschliesslich der Selbstevaluation der Pädagogen im Team.

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