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Leserbrief

Preisrituale und die Politik

Es überrascht mich nicht, dass Milo Rau einen Riesenklamauk aus seinem entgangenen ­Kulturpreis macht. Dass seine Verehrer sich für ihn einsetzen, verstehe ich. Allerdings erstaunt mich, dass auch philosophisch sehr tiefsinnige St. Galler Politiker diesem «Kaiser in neuen Kleidern» und «theatralischem Genie von globaler Bedeutung» nachlaufen. Dass er selber aber für sein Selfie sich derart in Rage setzt, ist nichts als peinlich.

Hans Rickenbach, St. Gallen

Wenn Avantgarde auf Mediokrität trifft: Soll ein radikaler Künstler überhaupt noch ­irgendeinen «Kulturpreis» annehmen? Von der Laudatio, zur «feierlichen Übergabe» und dem freudig freundlichen Dankeschönsagen für die grosse Ehre. Ein leicht serviles Ritual.

Mir persönlich sind Politiker «sympathischer», die klipp und klar verkünden, sie verstünden eigentlich fast gar nichts von Kunst, als ihre vermeintlich kulturaffinen und schöngeistigen Kollegen, die grössere Opportunisten sind und ­bleiben, als ihnen lieb ist.

Raffaele Ferdinando Schacher, Rorschach

Eine philosophische Anmerkung zum Streit um den St. Galler Kulturpreis. Eheu, mi Milo! Si tacuisses, philosophus mansisses.

Clemens Müller, St. Gallen

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