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Leserbrief

Patienten werden zu Konsumenten degradiert

Umdenken notwendig: Spitalwesen jetzt umbauen, Printausgabe vom 3. Juli
Eva-Maria Froidevaux, Flawil

«Der Umbau der St. Galler Spitallandschaft wird insbesondere vom Patientenverhalten getrieben», behauptet Beat Tinner, FDP-Kantonsrat. Ich mag es nicht mehr hören. An allem sind wir selber schuld: Poststellen verschwinden, drei Bauernbetriebe täglich müssen aufgeben, Spitäler sollen geschlossen werden, Schulen sind ewige Grossbaustellen... Das Verhalten der Patienten soll also nun den Umbau der Spitallandschaft im Kanton St. Gallen zwingend nötig machen. Beat Tinner gewichtet nicht, dass unser Gesundheitswesen neu Gesundheitsmarkt heisst und einem gnadenlosen Wettbewerb ausgeliefert wird.

Da werden Patienten zu Konsumenten degradiert, und es wird ihnen gleich noch alle Verantwortung zugeschoben. Passend dazu konnte man gleichentags in einem Bericht dieser Zeitung lesen, dass es nicht nur religiösen, sondern auch wirtschaftlichen Fundamentalismus gibt. Wollen wir ausschliesslich von wildgewordenen Märkten regiert werden? Die Politik muss für die Bereiche des öffentlichen Lebens einstehen.

Es lohnt sich, die Geschichte der St. Galler Spitalpolitik
genau zu studieren, um zu erkennen, wo die Fehler
in den letzten Jahren gemacht wurden.

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