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Leserbrief

Mittel gegen steigende Prämien entwickeln

Dass die Krankenkassenprämien für viele betroffene und besorgte Bürgerinnen und Bürger unseres Landes bis an die Schmerzgrenze steigen, ist landesweit bekannt. Es grenzt an Ungerechtigkeit, wenn zwischen grossen und bescheidenen Lohnbezügern bei der Festsetzung der KK-Prämien keine Unterschiede bestehen, respektive gemacht werden können.

Der Grund liegt wohl darin, dass die privaten Kassen keinen Zugriff auf die finanziellen Verhältnisse der Versicherten besitzen. Wird weiterhin am bestehenden Status quo festgehalten, so fallen wegen der steigenden KK-Prämien Tausende mit bescheidenem Einkommen ins soziale Netz, was niemand will und für das Ansehen unseres Landes ein Nachteil ist. Die Politik wird daher aufgerufen, darüber nachzudenken, wie zum Beispiel mit einem Systemwechsel bessere Verhältnisse in der Prämiengestaltung erarbeitet werden können. Man braucht nicht Anhänger von weiterer Verstaatlichung zu sein. Sicher ist aber, dass beim Staat alle notwendigen Daten einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers vorhanden sind. – Die Politik ist gefordert.

Hermann Leupi, St. Gallen

Der Internetvergleichsdienst Comparis.ch hat die Prognose abgegeben, dass die Krankenkassenprämien 2019 um rund vier Prozent steigen werden. Comparis weist darauf hin, dass Ärzte und Spitäler den Spielraum im Tarifdschungel nutzen, um Rechnungen zu ihren Vorteilen auszustellen. Beispielsweise würden sie besser bezahlte Tarifpositionen auf die Rechnung setzten, schlechter bezahlte Positionen hingegen vermeiden. Zudem wirken sich auch die höhere Menge an konsumierten Medikamenten und deren steigende Preise negativ auf die Höhe der Krankenkassenprämien aus. Diese Einschätzung und Prognose sind definitiv nicht erfreulich.

Deshalb gilt es neue Gegenmittel zu entwickeln. Der Branchenverband Santésuisse hält fest, dass die Hauptprobleme die ungenügend ausgewiesene Qualität und die mangelnde Effizienz unseres Gesundheitssystems sind. Die eingesetzten Mittel werden nicht optimal eingesetzt und oft haben verordnete medizinische Leistungen für die Patienten keinen Mehrwert. Vor allem im ambulanten Bereich kam seitens der Ärzteschaft Widerstand gegen Programme, welche die Qualität systematisch und standardisiert prüfen. Die vom Nationalrat beschlossene Verpflichtung zu Qualitätsverträgen zwischen Krankenversicherern und Leistungserbringern sowie griffige Sanktionen würden die aktuelle Lage deutlich verbessern.

Es ist in unser aller Interesse, sowohl als Patienten als auch als Prämienzahler, dass Leistungserbringer, die bewiesenermassen qualitativ ungenügende oder überflüssige Leistungen erbringen, künftig mit Sanktionen bestraft werden.

Wir als Krankenversicherte müssen uns zwingend darauf verlassen können, dass wir die richtigen Behandlungen erhalten. Ich würde es sehr schätzen, wenn Politiker, Krankenkassen und medizinisches Fachpersonal gemeinsam und mit vereinten Kräften daran arbeiten, die Qualität unseres Gesundheitssystems weiter zu steigern und das Preis-Leistungs-Verhältnis zu optimieren.

Bettina Thalmann, Wilen

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