Leserbrief
Mit Scheuklappen durchs Leben?

Urte Furrer, Zuzwil
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Political Correctness aus dem identitätsliberalen Hintergrund der US-Demokraten, der seit den 90er-Jahren wächst und sich in Hillary Clintons Wahlkampf zuspitzte, der die Minderheiten der Latinos, der Afroamerikaner, der LGBT sowie Frauenrechte in den Mittelpunkt stellte. Die Wahl von Trump war die politische Antwort auf übertrieben identitätsliberale Politik in den USA, der global erstarkenden «Neuen Linken» z.B. aus der Frankfurter Schule. Die ersetzte das Konzept der Arbeiterklasse als Kämpfer gegen den Kapitalismus durch das Minoritätenkonzept gegen Machtstrukturen, für das «Neue Zeitalter».

Beliebige Gruppen fordern Rechte ein, die diskussionslos gewährt werden müssen, um sie nicht zu diskriminieren. Es spaltet, wenn Partikularinteressen eingefordert werden, ohne echte eigene Leistungen für die Gemeinschaft, die mit ihren Steuern das System am Laufen hält. Aus Rücksicht auf weniger Privilegierte sollen im Wissenschaftsbetrieb gemäss Artikel unkonventionelle, unbequeme Meinungen unterdrückt werden, um nicht zu diskriminieren: mit Scheuklappen durchs Leben? Auch Medien haben hier oft eine Scheuklappe. «Unterprivilegiertsein» kann so zum Wettbewerbsvorteil werden, da die Aktivisten an Schweizer Unis wohl wie in Deutschland vor allem an den Instituten der «Soft Sciences» auftreten, die nur nicht messbare «Soft Skills» erfordern.

Die Forderung nach absoluter Gleichheit ist schon biologisch nicht erfüllbar und deshalb weder Vernunft noch Logik zugängliche Ideologie. Daran scheitern auch Dialogversuche. Solche Konflikte werden heute hier politisch ausgetragen, im Orient auf dem Schlachtfeld, siehe Petraeus. Wobei dessen Gedanken eher auf einem anderen Schlachtfeld waren angesichts der Tausende E-Mails an seine Geliebte in der Dienstzeit.

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