Leserbrief
«Mit dem Carparkplatz Inseli haben wir die idealste und umweltfreundlichste Lösung»

«Stadt Luzern will Cars nach Kriens schicken», Ausgabe vom 21. September

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Die ganze Welt spricht vom Klimaschutz und der unbedingten Senkung von CO2. Unsere Stadtregierung tut das Gegenteil, sie fördert den CO2-Ausstoss gigantisch. Mit dem Motto «Raus aus der Stadt», sprich Carparkplatz im Schlund, werden unnötig viele Kilo CO2 produziert.

Die Stadt Luzern wird im Jahr von zirka 80000 bis 100000 Cars frequentiert. Diese sollen nun alle zum Parkieren in den Schlund nach Kriens geleitet werden, um anschliessend die Gäste wieder in Luzern abzuholen. Rechnet man nun 80000 bis 100000 Carfahrten im Jahr zu 10 Kilometern, ergibt dies 800000-10000000 Kilometer und einen exorbitant hohen CO2-Ausstoss. Nicht zu vergessen, dies bei immer zunehmendem Verkehr.

Die Frage sei erlaubt, wie grün respektive umweltfreundlich muss man denn sein, um so etwas überhaupt in Betracht zu ziehen? Bei einem solchen Resultat ist doch ernsthaft zu hinterfragen, was wichtiger ist, Parkplätze auf dem Inseli, oder das Inseli für alle.

Wir haben heute ein ganz anderes Wissen und Denken als 2017 bei der Abstimmung «Inseli für alle». In den letzten zwei Jahren haben alle realisiert, wie wichtig Klimaschutz ist und somit eine zwingende Senkung von CO2.

Mit dem Carparkplatz Inseli haben wir die idealste und umweltfreundlichste Lösung für Luzern (worum uns andere Städte beneiden). Für die Cars bedeutet das eine Fahrt ins Zentrum der Stadt (Inseli) parkieren und warten, bis die Gäste wieder kommen und dies bei bester ÖV-Anbindung mit SBB, Bus, Schiff. Nur wenige Minuten zu Fuss in die Altstadt, keine weiteren unnötigen Fahrten.

Alle 19 Studien die bis jetzt in Auftrag gegeben wurden kommen bestimmt auch zur Erkenntnis, der Carparkplatz Inseli ist die beste Lösung. Wieso hat niemand den Mut, den Volksentscheid von 2017 umzustossen? Die Wichtigkeit der Sache Klimaschutz und die Reduktion von CO2 sollten Vorrang haben.

Die junge Generation, die damals noch nicht abstimmen konnte und heute für Klimaschutz Demos organisiert, würde uns das verdanken.

Nick Dubach, Luzern

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