Leserbrief
Stadtrat blockiert die Entwicklung

«Stadtrat lehnt Abklärungen zur Metro ab», Ausgabe vom 2. Juli

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Der tägliche Verkehrszusammenbruch in der Stadt Luzern steht kurz bevor und ist oftmals in den Hauptverkehrszeiten bereits schon da. Für den ÖV ist eine Korrektur unabdingbar. Es ist höchste Zeit, die Weichen zu stellen. Bis der neue Tiefbahnhof voll seine Funktion erfüllen kann, geht es eindeutig viel zu lange.

In der Bauphase wird der Bahnhofvorplatz massiv überbeansprucht sein. Der Bus-ÖV wird sich dann selber blockieren bis zum vollständigen Zusammenbruch. Ein allfälliger Schienenersatzverkehr gleich unmöglich! Will man das Inseli von den Cars und anderen Verkehrsbetrieben befreien, so muss für den Fahrgastwechsel dieser Betriebe ein Platz gefunden werden, der heute von den Überland-Linien beansprucht wird.

Deshalb müsste eigentlich die Metro schon im Bau sein. Für eine klug geplante Metro gibt es dazu noch viele weitere Vorteile zu beachten.

1. Keine langwierigen Verzögerungen wegen allfälliger Einsprachen, da fast alles unterirdisch verlaufen wird.

2. Umweltfreundlich, da ein schienengebundenes Fahrzeug weniger Rollwiderstand verursacht und elektrisch betrieben werden kann. Mit dem Stollen zum Ibach könnte mit einer beigelegten Druckleitung mit Seewasser zur Reuss den ­benötigten Strom gleich mit­produziert werden.

3. Massiver Schadstoff- Rückgang in der Stadt, da viele Cars und Überlandbusse nicht mehr in das Stadtzentrum fahren müssten (erwünschte Verkehrsentlastung).

4. Schnell, eventuell vollautomatisch, ohne Lärm und ohne Umwege.

5. Kostengünstiger Betrieb.

Wenn die Trassierung bedarfsgerecht geplant wird (Bahnhof Luzern, Kantonsspital bis Emmenbrücke Bushub), kann damit der Stadtbusverkehr massiv reduziert werden. Somit wäre auch der Bushub Bahnhof entlastet und könnte dann viel kundenfreundlicher gestaltet werden. Zum Beispiel: Alle Linien der Rothenburger und Post fahren dann ab Bushub Emmenbrücke. Das Metrosystem ist ausbaufähig und kann auch in Zukunft auf Bedürfnisse schnell reagieren. Die Metro darf sicher nicht nur wegen der Touristen gebaut werden, aber sie hilft sehr effizient mit, das momentane Touristen-Car- problem zu lösen, wenn im Ibach die nötige Infrastruktur erstellt wird.

Fazit: Für politische Hin und Her’s ist die Zeit mehr als nur abgelaufen. Es muss gehandelt werden, jetzt, kundenfreundlich und umweltgerecht für die Zukunft.

Status quo gleich Rückschritt – also bewegen wir uns.

Heimo Haas, Luzern

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