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Leserbrief

Lesermeinungen zur Initiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt»

Zur Abstimmung in der Stadt Zug vom 10. Juni

Anstatt den Spielraum des Bebauungsplans Post zu nutzen und über das ganze Perimetergebiet Parkplätze aufzulösen, ist der Stadtrat den Weg des geringsten Widerstands gegangen. Nach seinem Willen wären die 60 Parkplätze ausschliesslich in der innersten Altstadt zum Opfer gefallen. Im Bebauungsplan ist aber ein Perimeterbereich von 300 Metern vom Casino bis zur Neustadt definiert.

Weshalb der Stadtrat die mehr als 30 Kurzzeitparkplätze an der Bahnhofstrasse, Poststrasse und Gartenstrasse völlig ausgeblendet hat, ist unbegreiflich. Eine gleichmässige Auflösung der Parkplätze über den ganzen Perimeter wäre für den südlichen und nördlichen Teil des Postplatzes tragbar und für die Altstadt weniger einschneidend gewesen.

Der Stadtrat hat eine grosse Chance vertan: Anstatt den Bebauungsplan mit Weitblick umzusetzen, hat er sich vorschnell auf seine Lösung versteift und den berechtigten Anliegen der Altstadt kein Gehör geschenkt. Die Rechnung erhalten die Stadtoberen hoffentlich am 10. Juni präsentiert: Mit einem klaren Ja des Zuger Stimmvolks zum Erhalt von 42 oberirdischen Kurzzeitparkplätzen für eine lebendige und attraktive Zuger Altstadt.

Christian Madelung, Zug


Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahlenden: Gewissen Parteien gehen offensichtlich die Themen aus und sie müssen sich für die Wahlen in Position bringen. Es ist jedoch unklar, ob diese Initiative zur Abänderung eines immer noch verbindlichen und in Teilen schon umgesetzten Bebauungsplanes rechtlich überhaupt zulässig ist. Die Initianten hätten seriös abklären müssen, ob ihre Forderungen berechtigt sind. So werden bei einem Ja für die Steuerzahlenden zu den unnötigen Wahlkampf- und Abstimmungskosten noch erhebliche Gerichtskosten anfallen. Das wissen wir seit der zu Recht abgeschmetterten Motion zur Auflösung des öffentlichen Nutzungsrechtes des städtischen Raumes im Parktower.

Bitte Wort halten: Vor 10 Jahren wollten die Stadtbevölkerung, die heute opponierenden Parteien und das Gewerbe den Postplatz von parkierten Autos befreien und hat dafür extra mit Steuergeldern im neuen Parkhaus 100 Plätze gekauft. Der Abstimmungsflyer der Initianten zeigt entlarvend, wo wie viele Parkplätze unsere schöne Stadt verstellen und welche Gassen und Plätze durch die Aufhebung dieser sinnlos belegten Flächen aufatmen und zur Geltung kommen könnten. Die Situation hat sich nicht, wie behauptet mit der Ablehnung des Stadttunnels verändert – dieser wäre ja erst in 10 Jahren in Betrieb genommen worden.Es braucht nicht noch mehr Parkplätze: Für die Rettung der Altstadt sind nicht 60 oberirdische Kurzzeitparkplätze mit hohen Gebühren entscheidend, wenn es 100 angemessen teure Tiefgaragenplätze gibt. Ein paar Geschäfte sind jetzt schon weg, obwohl alle Parkplätze immer noch da sind. Die Geschäfte an der Neugasse stehen nicht wegen fehlender Parkplätze leer, sondern wegen zu hohen Mieten, den Einkaufszentern, dem Internethandel und einem einseitigen Angebotsmix. Für die zahlreichen Touristen aus Fernost brauchen wir auch keine Parkplätze, die kommen ja mit dem Bus.Gassen vom Suchverkehr befreien und Fussgängern zurückgeben: Eine Zeughausgasse ohne Parkplätze könnte endlich vom Suchverkehr befreit werden. Das Experiment mit Tempo 30 anstelle der ursprünglich versprochenen Begegnungszone ist gescheitert und ruft nach einer wirksameren Lösung. Der Autoverkehr in dieser Gasse ist für Velofahrende und zu Fuss Gehende unangenehm und gefährlich. Ohne öffentliche Parkplätze können auch die Oswaldsgasse, die Kirchenstrasse und das Dorf endlich mit einem Fahrverbot für Motorfahrzeuge belegt und den Fussgängern und Velofahrern zurückgegeben werden.Der Durchgangsverkehr wird sich mit der Eröffnung der Tangente Baar merklich verringern. Das liesse sich mit einer Schliessung der Ägeristrasse für den Privatverkehr ab der Stadtgrenze bis zum Kreisel Talacker – also nur noch offen lassen für die Busse – noch optimieren.Velo als Teil der Lösung: Viele Kunden würden gerne mit dem Velo oder mit dem e-Bike in der Altstadt einkaufen. Fehlende gedeckte Abstellplätze vor den Geschäften und zu viele Autos halten davon ab. Auf einem Autoparkplatz haben bekanntlich 8 bis 10 Velos Platz ... In allen Städten, die sich vom Auto befreien konnten und Fussgänger-/Velozonen eingerichtet haben, sind die Umsätze wieder gestiegen und neue Geschäfte entstanden.

Also Ja zu Gewerbe und Läden und Ja zu einer menschenfreundlich gestalteten Altstadt mit ihren zahlreichen und luxuriösen Parkhäusern aber entschieden Nein zur egoistischen Initiative zum Erhalt von zusätzlichen, unnötigen oberirdischen Parkplätzen.

Victor Zoller, Co-Präsident Pro Velo, Zug


Mit unserem Geschäft für Früchte und Gemüse sind wir seit 1994 an der Grabenstrasse zuhause. Obwohl wir nicht im Zentrum von Zug sind, ist die Lage für uns ideal, weil es vor dem Laden Parkplätze für unsere Kunden hat. Wie viele andere Geschäfte in der Altstadt, sind auch wir darauf angewiesen, dass man direkt zufahren kann, um die Einkäufe mit Kisten und Taschen zu verladen. Dank der Parkplätze machen aber auch viele Kunden auf dem Weg zur Arbeit einen Zwischenstopp. Die meisten haben wenig Zeit und würden den Umweg über das Parkhaus nicht machen. Wir wünschen uns, dass die Zuger Altstadt attraktiv bleibt, damit die Leute weiterhin kommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Zugerinnen und Zuger am 10. Juni uns unterstützen und Ja stimmen.

Anna Bosshard, Zug


In Zug redet das Nein-Lager von Zwängerei des Gewerbes, wenn es um die Erhaltung der oberirdischen Parkplätze in der Zuger Altstadt geht.

Sie selber sind jedoch die Einzigen, die durch Zwängerei partout die oberirdischen Parkplätze abschaffen wollen. Was bitte ist denn so schlimm an diesen Parkplätzen die dem Gewerbe in der Altstadt zu einem grossen Teil helfen zu überleben, und was soll denn so wahnsinnig toll sein an einem in grauen Beton gehaltenen Postplatz ohne Autos? Wer glaubt, dass Menschen sich auf einem öden Postplatz aufhalten, wenn sie einige Meter weiter unten unseren tollen See mit den einzigartigen Sonnenuntergängen geniessen können? Hier darf gerne nochmals überlegt werden, ob unsere Stadtväter mit der Abschaffung der Parkplätze nicht übers Ziel hinaus schiessen.

Ich selber bin über 35 Jahre tagtäglich im Laden gestanden und musste so manch erbostem Kunden zuhören, wenn er klagte, die Parksituation in der Altstadt sei miserabel, man könne nicht mal kurz Parken um einen schnellen Einkauf zu erledigen, da man einfach keinen Parkplatz finde. Dieser und viele andere Kunden wären nie in ein Parkhaus gefahren. Ausserdem frage ich mich ernsthaft, wie toll ein autofreier Postplatz, wohlverstanden in grauem Beton gehalten, ist, wo mittendrin die Hauptverkehrsader durchfliesst. Da reiht sich dann Auto an Auto, mindestens zur Rushhour und nebendran sollen Menschen sich begegnen, sich mitten in Abgasen wohlfühlen und das auch noch super finden? Nein, das kann nicht Zukunftsmusik für den Postplatz und die Altstadt sein, nie und nimmer.

Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Zugerinnen und Zugern, die am 10. Juni 2018 ein überzeugtes Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt in die Urne werfen und dadurch helfen, die oberirdischen Parkplätze in der Altstadt zu erhalten.

Ruth Röllin, Steinhausen


Als Zuger bin ich stolz auf unsere schöne Altstadt, welche definitiv zur hohen Lebensqualität beiträgt. Die Altstadt soll lebendig sein und bleiben – doch dazu muss sie gut erreichbar sein. Die Aufhebung der Parkplätze auf dem unteren Postplatz ist kontraproduktiv, und wir würden damit zahlreichen Geschäften in der Altstadt einen Bärendienst erweisen. Klar wurde der Aufhebung vor Jahren im Rahmen des Bebauungsplans Post zugestimmt, Fakt ist aber auch, dass sich die Situation verändert hat! Der Vision Stadttunnel mit einer Begegnungszone im Bereich Postplatz wurde an der Urne eine Absage erteilt, und mit dem Wegzug der Post hat sich das Leben in der Stadt zudem weiter Richtung Metalli verlagert. Es ist nun an der Zeit mutig zu sein, den Entscheid zu revidieren und damit unsere schöne und lebendige Altstadt zu erhalten.

Marc Meyer, Kandidat Grosser Gemeinderat, FDP Stadt Zug

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