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Leserbrief

Klimadebatte: Die Hoffnung ist ein Anreiz

Der Kampf gegen den Klimawandel scheint verloren, Ausgabe vom 4. August

Danke für die starken, realistischen Impulse. Die Hoffnung lebt, sie ist ein Anreiz. Jeder einzelne Flug weniger (Edinburgh für 59 Franken) hinterlässt eine positive Spur im globalen CO2-Fussabdruck. Vielleicht wird dadurch statistisch gesehen innert zig Jahren eine einzige von Millionen Familien in Indien vor lebensbedrohlicher Dürre bewahrt. Für genau diese Familie macht es einen hundertprozentigen Unterschied. Wir sitzen im globalen Boot. Hoffen wir, bewegen wir uns, schlagen wir Butter wie der Frosch im Milchfass. Es ist wahrscheinlich, dass etwas Unwahrscheinliches geschieht (Aristoteles). Habe heute ausnahmsweise auf Fleisch verzichtet.

Thomas Hotz, St.Gallen


Stefan Schmid schätzt den Kampf gegen den Klimawandel realistisch ein. Sein Artikel verdient aber eine Ergänzung, die in den Diskussionen oft vergessen geht. Zirka 97 Prozent des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre stammen aus natürlichen Quellen (Ozeane, Böden, Vegetationen, Vulkaneruptionen). Durch die hohen Temperaturen steigt der CO2-Wert jedoch weiter auf natürliche Art. Die Vulkanausbrüche der vergangenen Jahre produzierten ungefähr gleich viel CO2 wie die Menschheit während der letzten 150 Jahre.

Erdgeschichtlich gesehen, gab es in den Urzeiten Phasen, in denen der CO2-Gehalt durch Naturkatastrophen epochalen Ausmasses höher war als heute. Es kamen immer wieder Langzeitperioden mit Extremtemperaturen vor. Langfristig gesehen hatten sie keine negativen Auswirkungen auf die Klimaentwicklung unseres Planeten. Die Werte der aktuellen Hitzeperiode liegen noch innerhalb der statistischen Schwankungsbreite. Die Schweizer Hitzesommer der letzten Jahrhunderte waren oft von Dürren, anschliessenden Hungersnöten und der Pest begleitet. Sind wir doch froh und dankbar, dass wir einen Hochsommer mit nur wenigen negativen Begleiterscheinungen erleben.

Emil Straub, Romanshorn



Leider muss ich dem Verfasser des Leitartikels, Stefan Schmid, voll zustimmen: Weder die Weltpolitik, die Schweizer Parlamente noch wir Privatpersonen scheinen bereit, ernsthaft etwas Wesentliches gegen die Klimaerwärmung zu tun. Dabei warnen Wissenschafter längst vor dieser grössten Gefahr für die Zukunft der Menschheit. Jede Generation hat ihre Verdienste und ihre Sünden: In der Vergangenheit «Kinder der Landstrasse», Flüchtlingspolitik im 2. Weltkrieg, Verdingkinder usw. Unsere Enkelkinder werden einst fragen: Was habt ihr gegen den Klimawandel unternommen? In der Politik stehen Wirtschaftswachstum und Welthandel weit vor Umweltschutz.

Ich ärgere mich über Zitronen aus Südafrika, Äpfel aus Lateinamerika, Knoblauch aus China. Wann endlich werden Treibstoffe von Flugzeugen und Schiffen entsprechend ihrer erheblichen Umweltschädlichkeit besteuert? – Im privaten Bereich ginge wohl ein Aufschrei durch die Bevölkerung, wenn Langstreckenflüge und Kreuzschifffahrten begrenzt würden. Auch die Fahrkilometer von Autos und Motorrädern, die nur zum Vergnügen zurückgelegt werden, sollen wohl nicht limitiert werden. Freiheit über alles! Dabei müsste der Verzicht kein Verlust sein. Denn wer zu Fuss unterwegs ist, kann in der nächsten Umgebung Schönheiten entdecken. Leider weiss ich nicht, wie ein Umdenken bewirkt werden könnte. Es fällt mir im Moment kein Lichtblick ein. Schwierig, da die Hoffnung nicht zu verlieren.

Verena Roth, Wattwil


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