Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Hopp Fussball!

Zur Fussball-WM in Russland

Schon ist es wieder so weit. Erst noch «Brasilien» in der Rückschau – und schon wartet der Anpfiff an der WM in Russland. Ab sofort werden sich wieder viele mit Landesfahnen outen, für wen ihre Herzen schlagen. Auch deshalb gilt Tschutte auch als sogenannte Ersatzreligion. Zum Glück eine, die lediglich Spannung und Spektakel verspricht. Die Wirtschaft spricht seit Jahrzehnten mit, logisch. Die Politik agiert, immer sichtbarer, hinter den Kulissen. Möge Religion weiterhin aussen vor bleiben, was in diesen Zeiten gar nicht so selbstverständlich ist.

Auch im Fussball ist das Zitat kaum mehr erwähnenswert, trotzdem Schiller: «Seid umschlungen, Millionen!» Ausnahmen sind (noch) Coaches von Nationalmannschaften mit überschaubaren Salären – im Vergleich zu den Spielern. Mit «lumpigem» Fixgehalt von 3,5 Millionen Franken soll der Deutsche Bundestrainer an der WM 2018 Spitzenreiter sein. Vladimir Petkovic, unser Nati-Trainer, muss sich mit einem Fixum unter einer Million begnügen. Eine erfolgreiche WM könnte für ihn aber eine Referenz für lukrative Angebote werden. Möge er schon mal gegen Brasilien Glück haben. Vielleicht kann am Sonntag Fussball-Samba mit Schweizer Multikulti–Rap in Schach gehalten werden. Träumen erlaubt! Gerne hätte ich auch Italien Glück gewünscht. Bleibt zu hoffen, dass die Italiener hierzulande unsere Nati unterstützen werden. Hier schon mal ein ehrliches Grazie, liebe Azzurris, für euren mentalen Support. Man müsste euch für Käufe von Fahnen – mit Schweizer Kreuz – Rabatt gewähren. England wünsche ich möglichst wenige Penaltyschiessen.

Auch Deutschland darf nicht unerwähnt bleiben. Dort würde ein weiteres Sommermärchen wohl ein in letzter Zeit arg gebeuteltes Volk für kurze Zeit beruhigen. Vielleicht darf Frau Merkel, die Durchhaltekünstlerin, einen weiteren WM-Titel bejubeln. Und vielleicht wäre für sie eine WM, erst in ungefähr zwei Jahren gespielt, zu spät gewesen: Nichts ist undenkbar, auch in der Politik nicht. Augen schliessen und fest daran glauben genügt auch im Fussball nicht. Im Fussball kann der Zufall ein Spiel drehen. In der Politik kann ein Ereignis fatal sein.

Zurück zur WM in Russland. Für Jogis Spieler dürfte ein «Machiavelli» wieder entscheidend sein. Typisch für den deutschen Fussball ist: «Aufgeben ist niemals eine gute Idee. Weil man nicht wissen kann, welche Überraschung das Schicksal für uns bereithält.» Machiavelli wäre der perfekte Motivator gewesen. Nicht nur im Fussball oder im Sport allgemein.

Es gibt bekanntlich Weltstars im Fussball mit fragwürdigem Prädikat: Krieger. Das Champions-League-Final 2018 lässt grüssen. Nicht selten ist jener Typ Spieler auch unfreiwilliger Werbeträger für die Tattoo-Branche. Künftige Hersteller von Tattoo-Robotern könnten neue Sponsoren für «Fussball-Krieger» werden. Möge aber ein «Nichtkrieger» an der WM zum Helden werden. Ob doch ein «Ramos» oder ein Künstler, beide Spielertypen gehören zum Fussball. Logisch. Genauso wie hoffentlich glücklich-agierende Schiedsrichter.

«Das Runde muss ins Eckige» – mit dem Fuss oder mit dem Kopf! So einfach ist Fussball und auch deshalb die weltweit beliebteste Sportart.

Selbst die Offside-Regel ist gar nicht so schwer zu verstehen, liebe Frauen. Hoffen wir, zusammen mit euch, auf eine spektakuläre WM auf dem Rasen. In diesem Sinne: Seid umschlungen Milliarden von Männern, Frauen und Kindern – zumindest während jeweils 90 Minuten. Hopp Fussball! Von welchem Land auch immer er in Russland vertreten wird.

Roland Huber, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.