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Leserbrief

Hohe Standards wecken Hoffnung und Befürchtungen

Leserbriefe zur Abstimmung vom 23. September zur Ernährungssouveränität.

Pflanzen verarbeiten mehr CO2 von unseren Umweltsünden, wenn sie nicht mit Pestiziden behandelt werden. Die Pflanzen werden wertvoller mit richtigen Boden-, Düngungs- und Pflanzenstärkungsmassnahmen anstelle von Pestizidnutzung und Kunstdüngereinsatz. Und Bauern haben mehr Gesundheitsprobleme, wenn sie mit Pestiziden arbeiten müssen. Deshalb trinken wir hier mit jedem Bier 300-mal mehr Glyphosat als im Trinkwasser erlaubt ist, denn die hiesige Bierproduktion basiert auf vorab in Deutschland angepflanzten billigst importierten Ingredienzen. Das Landwirtschaftsamt musste sogar verschiedentlich den Grenzwert von Glyphosat erhöhen. Also von dem Stoff, der in unserem Körper gebunden den natürlichen Tumorzellenabbau unterbindet. Erschreckend: vor 2 bis 3 Generationen hatten wir eine Krebstodesfallrate einiges unter 10 Prozent und heute erreichen wir 30 Prozent und die Rate steigt immer noch. Verändern wir diese Entwicklung und stimmen Ja zur Ernährungsinitiative, so dass wir Pestizide aus unserem Kreislauf bringen.

Karl B. Rietmann, Herisau


Die Grünen wollen mit ihren radikalen Agrar-Initiativen einen ökologischen Höchststandard durchsetzen. Der bürokratische, personelle und finanzielle Mehraufwand für die Umsetzung wäre gewaltig und die Folgen gravierend. Die Lebensmittelpreise würden massiv ansteigen. Es ist illusorisch zu glauben, dass sich ausländische Hersteller wegen des kleinen Schweizer Marktes ihre Produktionsmethoden vorschreiben lassen. Eines ist aber klar: Eine Annahme der Agrar-Initiativen hätte für die Schweiz schlimme Auswirkungen. Der Einkaufstourismus würde noch weiter zunehmen. Bereits heute fliessen über zehn Milliarden in grenznahe Gebiete und Lebensmittel stehen dabei zuoberst auf dem Einkaufszettel dieser Konsumenten. Aber auch der Onlinehandel wird bei einer Annahme einen sprunghaften Aufschwung verzeichnen. Dadurch verlieren nicht nur die Schweizer Lebensmittelhersteller, sondern es werden auch weitere Fachgeschäfte aufgeben müssen. Wir können es uns nicht leisten, unsere Wirtschaft noch weiter zu schwächen. Deshalb lege ich mit grosser Überzeugung bei beiden Agrar-Initiativen ein Nein in die Urne.

Hansjörg Brunner, Sirnach, Nationalrat FDP Präsident Thurgauer Gewerbeverband


Ein «alter»Biobauer stimmt zweimal Nein. Fair-Food und Ernährungssouveränität sind verfängliche Titel, da kann niemand etwas dagegen haben. Doch der Text beider Initiativen lässt meine Alarmglocken schrillen: «Der Bund erlässt, stellt sicher, fördert, …». Die Verwaltung erhält wieder massenhaft Arbeit und wird einmal mehr aufgebläht, auf ein langsam unerträgliches Mass. Aus meinen Tätigkeiten in Verbänden und Organisationen kenne ich momentan etliche Beispiele, wo die Verwaltung stur und weit entfernt jeglicher Vernunft, Gesetze und Verordnungen vollzieht. Die jetzige Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft läuft doch schon in die Richtung der Initianten und dies auf freiwilliger Basis ohne staatlichen Zwang. Dies ist echte, gewachsene Nachhaltigkeit und nicht vom Staat verordnet. Und die ganze Organisation der Labels (Bio Suisse, IP Suisse, Coop Natura Plan, Migros Bio …) ist dazu noch selber von den Beteiligten finanziert. Wir bei Bio Suisse sind so organisiert, dass eine direkte Mitsprache garantiert ist, wie es in die Zukunft gehen soll. Der Staat darf Leitplanken setzen, aber unser Menu bestimmen wir selbst!

Sepp Sennhauser, Rossrüti, Co-Präsident Ostschweizer Biobauern, Kantonsrat


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