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Leserbrief

Gibt es eine einzige Wahrheit?

«Macrons Kampfansage an Fake-News», Ausgabe vom 8. Juni

Ein schlauer Mensch sagte einst: «Regierungen lügen und Zeitungen lügen. Aber in einer Demokratie erzählen sie nicht die gleichen Lügen.» Der französische Präsident Emmanuel Macron möchte dies nun ändern. Sein Fake-News Gesetz läuft darauf hinaus, dass es eine offizielle, vom Staat abgesegnete Wahrheit geben soll. Wer das Gegenteil behauptet, kann sich strafbar machen.

So wird regieren leicht. Stellen wir uns vor, wir hätten so ein Gesetz hier. Der Bund könnte dann steif und fest behaupten, im Bundesasylzentrum Gubel hat sich nichts Nennenswertes ereignet und Druck machen, um die dramatischen Polizeistatistiken, welche die Körperverletzungen, Diebstähle and viele andere Vergehen dokumentieren, zu unterdrücken. Der einfache Bürger, der erlebt oder mit eigenen Augen beobachtet hat, was sich tatsächlich ereignete, dürfte nichts darüber sagen oder riskiert, sich strafbar zu machen. Es macht mir Sorgen, dass ein europäischer Staat so ein Gesetz überhaupt erwägt. Nur wenn wir uns der – zugegeben nicht immer schönen – Wahrheit stellen, ist eine seriöse und unseren Bürgern dienliche Politik möglich.


Max Colpi, Baar

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